In der jüngsten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates stand nach zwei Jahren Amtszeit ein Wechsel an. Die bisherigen Jugendgemeinderäte wurden von Bürgermeister Dirk Oestringer verabschiedet und die Nachfolgenden per Handschlag amtsverpflichtet.
Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates konnte Bürgermeister Dirk Oestringer neben den aktuellen und neuen Jugendgemeinderäten auch viele Vertreter des Gemeinderates begrüßen. „Schön, dass Sie heute dabei sind und diesen besonderen Termin für die Jugendgemeinderäte mit diesen gemeinsam begehen.” Dass es sich um eine besondere Sitzung handelt, war schon daran zu erkennen, dass das Stadtoberhaupt die Amtskette angelegt hatte. „Heute wollen wir die alten Mitglieder verabschieden und nie neuen willkommen heißen”, so Oestringer weitern.
Da es zu den Tagesordnungspunkten „Bekanntgaben”, „Fragen und Anregungen des Jugendgemeinderates bzw. von Jugendlichen” keine Meldungen gab, stand dann gleich die Verabschiedung der bisherigen Jugendgemeinderäte an, die das Stadtoberhaupt zunächst alle noch einmal namentlich nannte. „Sie alle haben den Jugendgemeinderat in den letzten beiden Jahren geprägt und viel erreicht”, so Oestringer. In einem kurzen Rückblick ging das Stadtoberhaupt dann auf die wichtigsten Ereignisse während der zweijährigen Amtszeit – von Dezember 2023 bis Dezember 2025 – ein. Dabei nannte er die Beteiligung des Jugendgemeinderäte an der Kundgebung „Gerlingen steht auf – für Demokratie und Menschenwürde” auf dem Gerlingen Rathausplatz im Februar 2024 mit einer markanten Rede ihrer Sprecherin Josefin Schulz genauso wie die Info-Veranstaltung zur Kommunalwahl sowie die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl im Mai 2024, die Sommerparty oder auch die Entwicklung eines neuen Logos. „Wir haben gemeinsam den Grillplatz eingeweiht und dort auch eine Sitzung abgehalten. Das war schon eine spannende Sache.” Im Juni 2024 habe der Jugendgemeinderat dann sein 30-jähriges Bestehen feiern können. Des Weiteren habe das Gremium zwei Anträge – Bereitstellung von kostenlosen Hygieneartikeln in öffentlichen Toiletten und legale Graffiti-Flächen in Gerlingen auszuweisen – im Gemeinderat eingebracht, die auch von diesem angenommen wurden. Weitere Themen, die Oestringer ansprach, war das Engagement des Gremiums bei Veranstaltung der Stadt. Hier nannte er als Beispiel den Neujahrsempfang. Und das Gremium sei der erste Jugendgemeinderat, der es in die Tagesthemen geschafft habe, nannte Oestringer den Punkt als besonderes Highlight abschließend. „Ihr habt die Zeit gut genutzt und euch für die Stadt und die Jugendlichen in der Stadt eingesetzt“, hielt das Stadt oberhaupt zum Schluss seines kurzen Rückblicks fest und bedankte sich bei allen Mitgliedern des Gremiums mit einem kleinen Präsent und einer Urkunde für ihr Engagement. Stellvertretend für alle verlas Oestringer den Urkundentext für die Sprecherin des Gremiums Josefin Schulz. Ferner bedankte sich das Stadtoberhaupt bei Anja Frohnmaier und Andreas Lux für die Begleitung des Gremiums während der vergangenen zwei Jahre. „Der Jugendgemeinderat ist mit den gleichen Anforderung angelegt wie der Gemeinderat. Die Anforderungen muss man erlernen und dafür braucht es Unterstützung.”
Schulz bedankte sich im Namen des Gremiums mit einem Präsent, einem Erinnerungsfoto und Ingwer-Shot bei Bürgermeister Oestringer, Anja Frohnmaier und Andreas Lux für die Begleitung und Unterstützung in den zwei Jahren. „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Es gab für uns immer ein offenes Ohr und Motivation. Es war eine tolle Zeit.”
Neuer Jugendgemeinderat amtsverpflichtet
Direkt im Anschluss hieß das Stadt oberhaupt die neuen Gremiumsmitglieder herzlich willkommen. Man habe sich schon am Nachmittag in seinem Büro getroffen und die neuen Jugendgemeinderäte hätten auch schon einen Rundgang durch das Rathaus gemacht, um die verschiedenen Ansprechpartner kennenzulernen. Das Stadtoberhaupt gratulierte den neuen Jugendgemeinderäten noch einmal und nannte alle Gewählten namentlich. Es sei die erste digitale Wahl in der Geschichte des Gerlinger Jugendgemeinderates gewesen. Die Wahlbeteiligung habe bei über 33 Prozent gelegen und sich damit zur Vorwahl verbessert. Der rückläufige Trend sei mit der Onlinewahl gestoppt worden. Drei aus dem alten Gremium seien wiedergewählt worden. Stimmenkönigin sei mit 292 Stimmen Lizzy Herrmann.
Zur Amtsverpflichtung verlas Oestringer stellvertretend die Verpflichtungsurkunde von Stimmenkönigin Lizzy Herrmann und verpflichtete dann alle per Handschlag in ihr Amt. Gewählt wurden außer Stimmenkönigin Lizzy Herrmann, Burak Akbal, Klara Blankenhorn, Marie Blankenhorn, Curt Faltin, Julian Fischer, Sophia Fronek, Elif Gencbay, Melek Gencbay, Nils Kürschner, Simon Leiner, Mia-Nora Moor, Noah Motschenbacher, Jannik Munz, Luca Scherbaum, Magdalena Schwarz, Klara Vuici, Ecrin Selen Yagci.
„Ich wünsche Ihnen und uns gutes Gelingen bei den kommenden Projekten und Maßnahmen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.” In dem Zusammenhang wiederholte Oestringer seinen Wunsch an die Mitglieder des Gremiums vom Nachmittag, dass die Jugendgemeinderäte ihre Aufgabe nicht nur in sogenannten Jugendthemen sehen, sondern sich darüber hinaus auch städtischen Themen widme. „Das was der Gemeinderat heute beschließt, betrifft euer Leben in der Zukunft”, so Oestringer. „Ihr habt dafür sehr scharfe Instrumente in der Hand.”
Weiterhin forderte Oestringer die Mitglieder des neuen Gremiums auf, mit Themen, Fragen und Vorschlägen auf ihn und die Mitarbeiter des Rathauses zuzukommen und anzusprechen. Auch die Gemeinderäte seien gerne Ansprechpartner und würden sich über Hinweise freuen. „Seid mutig und erhebt eure Stimmen für Themen in der Zukunft.“
Als letzter Tagesordnungspunkt stand schließlich noch die Bekanntgabe der nächsten Termine auf der Tagesordnung. Der erste offizielle Termin, zu dem auch die Jugendgemeinderäte eingeladen sind, ist der Neujahrsempfang am 18. Januar in der Stadthalle. Vom 30. Januar bis 1. Februar steht das Jugendgemeinderatsseminar in Bad Liebenzell auf dem Programm, am 11. Februar findet ein Treffen mit den Gemeinderäten zum gegenseitigen Austausch über Vorstellungen statt, am 5. Februar veranstaltet EFEK (Zusammenschluss der Gerlinger Jugendorganisationen: KJG, SJR, JGR, Café Konfus, Jugendhaus) eine Veranstaltung zur Landtagswahl. Am 2. Februar findet die Ausbildungsbörse in der Stadthalle statt und am 3. März steht die Sportlerehrung auf dem Programm.
Text/Fotos: Tommasi

