JGR bringt neue Projekte auf den Weg – Austausch mit Gemeinderat und Jugendorganisationen
Nach dem Seminar in Bad Liebenzell präsentierte der Jugendgemeinderat am 11. Februar seine neuen Projektideen.
Zu Beginn der Sitzung wurde unter dem Punkt „Bekanntgaben“ die neue Amtsleiterin des Amtes für Jugend, Familie und Senioren Michaela Höhn-Bea vorgestellt. Der Jugendgemeinderat begrüßte sie herzlich und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.
Ein zentraler Punkt der Sitzung war anschließend der Rückblick auf das JGR-Seminar in Bad Liebenzell. Das Seminar wurde in Kooperation mit der Akademie für starke Kinder- und Jugendparlamente durchgeführt. Neben Kennenlern- und Planspielen zur Kommunalpolitik stand vor allem die Entwicklung neuer Projekte im Mittelpunkt. Im Rahmen der regulären Sitzung fand ein Austausch mit Mitgliedern des Gemeinderats sowie Vertreterinnen und Vertretern der Gerlinger Jugendorganisationen statt. Diese beteiligten sich bereits zu Beginn im Rahmen eines „Worldcafés“ an der Diskussion der Projektergebnisse.
Besonders positiv aufgenommen wurde die Idee, das Anrufsammeltaxi wieder bekannter zu machen und weiterzuentwickeln. Der Gemeinderat signalisierte breite Unterstützung und regte an, über eine Ausweitung des Angebots sowie verstärkte Werbung, etwa durch Sticker und QR-Codes, nachzudenken.
Auch eine Winter-Dauerkarte für die Eisbahn für Kinder und Jugendliche stieß auf Zustimmung. Hier wird noch geprüft, wie eine missbrauchssichere Lösung (z. B. mit Foto oder Ausweis) aussehen kann.
Für den Sommer plant der JGR ein Open-Air-Kino. Die Umsetzung erscheint realistisch, mögliche Kooperationen – etwa mit der VHS – werden geprüft. Entscheidend sei eine passende Location, da eine solche Veranstaltung stark vom Ambiente lebe. Auch eine Finanzierung über Spenden oder den Verkauf von Speisen und Getränken wird derzeit geprüft.
Zudem möchte der JGR beantragen, die Hallengebühren für Abschlussfeiern von Realschule und Gymnasium zu erlassen. Hier gab es Zustimmung, aber auch Hinweise auf eine faire und ausgewogene Regelung für alle Beteiligten.
Im Rahmen der Sitzung fanden außerdem die Wahlen der Vertreterinnen statt: Sprecherin ist Magdalena. Zu ihrer Stellvertretung wurden Marie und Curt gewählt.
Für den Dachverband der Jugendgemeinderäte vertreten Elif, Lizzy, Mia und Julian den JGR. In den Kultur-, Jugend- und Sportausschuss (KJSA) wurden Jannik, Melek und Sophia gewählt. Für den Ausschuss für Städtepartnerschaft (ASP) übernehmen Nils, Burak und Simon die Vertretung. Im EFEK vertreten Noah und Ecrin den JGR. Als Pressesprecher*innen wurden Klara B., Klara V. und Luca bestimmt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Nachbesprechung der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 05.02.2026 in der Aula der Pestalozzi-Schule. Die Veranstaltung wurde von EFEK, dem Zusammenschluss der Gerlinger Jugendorganisationen, organisiert und richtete sich insbesondere an junge Menschen. Moderiert wurde sie von Magdalena Schwarz, Sprecherin des Jugendgemeinderates, sowie Josefin Schulz von der katholischen Jugend Gerlingen.
In mehreren thematischen Blöcken zu Jugendpolitik, Bildung, Klima und Mobilität sowie Jugendbeteiligung und Demokratie diskutierten die kandidierenden Parteien ihre Positionen. Ziel war es, jungen Menschen einen direkten und verständlichen Einblick in die politischen Standpunkte zur Landtagswahl zu ermöglichen. Im Anschluss bestand bei einem gemeinsamen Pizzaessen die Möglichkeit zum persönlichen Austausch zwischen Publikum und Kandidierenden. Die Veranstaltung wurde insgesamt sehr positiv aufgenommen.
Unter „Verschiedenes“ informierte der Bürgermeister über den aktuellen Stand der Sportstättenkonzeption. Auf Grundlage eines Workshops zu Bedarfen und tatsächlicher Sportnutzung soll eine Gesamtstrategie entwickelt werden, um Sportangebote und -stätten in der Stadt gezielt zu verbessern und Fördermittel zu beantragen.
Die Sitzung endete mit einer sehr positiven Bilanz und breiter Unterstützung für die vorgestellten Projekte.
Abschließend möchte sich der JGR bei allen Jugendorganisationen aus Gerlingen sowie bei den Mitgliedern des Gemeinderats für den konstruktiven Austausch und die wertvollen Rückmeldungen bedanken.
Am 05. Februar 2026 fand in der Aula der Pestalozzi-Schule in Gerlingen eine von EFEK (Gerlinger Jugendorganisationen) organisierte Podiumsdiskussion zur Landtagswahl statt. Eingeladen waren alle Interessierten, insbesondere junge Menschen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Magdalena Schwarz, Sprecherin des Jugendgemeinderates Gerlingen, sowie Josefin Schulz von der katholischen Jugend Gerlingen.
In mehreren thematischen Blöcken zu Jugendpolitik, Bildung, Klima und Mobilität sowie Jugendbeteiligung und Demokratie diskutierten die kandidierenden Parteien ihre Positionen. Ziel der Veranstaltung war es, jungen Menschen einen direkten und verständlichen Einblick in die politischen Standpunkte zur Landtagswahl zu ermöglichen. Die Diskussionen wurden durch kurze Schnellfragen ergänzt und durch das Moderationsteam klar strukturiert.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fand eine offene Gesprächsrunde statt. In entspannter Atmosphäre kamen die Kandidierenden und das Publikum bei Pizza miteinander ins Gespräch. Diese Phase bot Raum für vertiefende Fragen sowie einen direkten, persönlichen Austausch. Der offene Teil der Veranstaltung wurde von den Anwesenden sehr gut angenommen und trug maßgeblich zum positiven Gesamteindruck des Abends bei.
Luca für den Jugendgemeinderat Gerlingen
Im Auftrag für EFEK (katholische Jugend Gerlingen, Jugendhaus B15, Café Konfus, Stadtjugendring Gerlingen, Jugendgemeinderat Gerlingen, evangelische Jugend Gerlingen)
In der jüngsten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates stand nach zwei Jahren Amtszeit ein Wechsel an. Die bisherigen Jugendgemeinderäte wurden von Bürgermeister Dirk Oestringer verabschiedet und die Nachfolgenden per Handschlag amtsverpflichtet. Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates konnte Bürgermeister Dirk Oestringer neben den aktuellen und neuen Jugendgemeinderäten auch viele Vertreter des Gemeinderates begrüßen. „Schön, dass Sie heute dabei sind und diesen besonderen Termin für die Jugendgemeinderäte mit diesen gemeinsam begehen.” Dass es sich um eine besondere Sitzung handelt, war schon daran zu erkennen, dass das Stadtoberhaupt die Amtskette angelegt hatte. „Heute wollen wir die alten Mitglieder verabschieden und nie neuen willkommen heißen”, so Oestringer weitern. Da es zu den Tagesordnungspunkten „Bekanntgaben”, „Fragen und Anregungen des Jugendgemeinderates bzw. von Jugendlichen” keine Meldungen gab, stand dann gleich die Verabschiedung der bisherigen Jugendgemeinderäte an, die das Stadtoberhaupt zunächst alle noch einmal namentlich nannte. „Sie alle haben den Jugendgemeinderat in den letzten beiden Jahren geprägt und viel erreicht”, so Oestringer. In einem kurzen Rückblick ging das Stadtoberhaupt dann auf die wichtigsten Ereignisse während der zweijährigen Amtszeit – von Dezember 2023 bis Dezember 2025 – ein. Dabei nannte er die Beteiligung des Jugendgemeinderäte an der Kundgebung „Gerlingen steht auf – für Demokratie und Menschenwürde” auf dem Gerlingen Rathausplatz im Februar 2024 mit einer markanten Rede ihrer Sprecherin Josefin Schulz genauso wie die Info-Veranstaltung zur Kommunalwahl sowie die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl im Mai 2024, die Sommerparty oder auch die Entwicklung eines neuen Logos. „Wir haben gemeinsam den Grillplatz eingeweiht und dort auch eine Sitzung abgehalten. Das war schon eine spannende Sache.” Im Juni 2024 habe der Jugendgemeinderat dann sein 30-jähriges Bestehen feiern können. Des Weiteren habe das Gremium zwei Anträge – Bereitstellung von kostenlosen Hygieneartikeln in öffentlichen Toiletten und legale Graffiti-Flächen in Gerlingen auszuweisen – im Gemeinderat eingebracht, die auch von diesem angenommen wurden. Weitere Themen, die Oestringer ansprach, war das Engagement des Gremiums bei Veranstaltung der Stadt. Hier nannte er als Beispiel den Neujahrsempfang. Und das Gremium sei der erste Jugendgemeinderat, der es in die Tagesthemen geschafft habe, nannte Oestringer den Punkt als besonderes Highlight abschließend. „Ihr habt die Zeit gut genutzt und euch für die Stadt und die Jugendlichen in der Stadt eingesetzt“, hielt das Stadt oberhaupt zum Schluss seines kurzen Rückblicks fest und bedankte sich bei allen Mitgliedern des Gremiums mit einem kleinen Präsent und einer Urkunde für ihr Engagement. Stellvertretend für alle verlas Oestringer den Urkundentext für die Sprecherin des Gremiums Josefin Schulz. Ferner bedankte sich das Stadtoberhaupt bei Anja Frohnmaier und Andreas Lux für die Begleitung des Gremiums während der vergangenen zwei Jahre. „Der Jugendgemeinderat ist mit den gleichen Anforderung angelegt wie der Gemeinderat. Die Anforderungen muss man erlernen und dafür braucht es Unterstützung.” Schulz bedankte sich im Namen des Gremiums mit einem Präsent, einem Erinnerungsfoto und Ingwer-Shot bei Bürgermeister Oestringer, Anja Frohnmaier und Andreas Lux für die Begleitung und Unterstützung in den zwei Jahren. „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Es gab für uns immer ein offenes Ohr und Motivation. Es war eine tolle Zeit.” Neuer Jugendgemeinderat amtsverpflichtet Direkt im Anschluss hieß das Stadt oberhaupt die neuen Gremiumsmitglieder herzlich willkommen. Man habe sich schon am Nachmittag in seinem Büro getroffen und die neuen Jugendgemeinderäte hätten auch schon einen Rundgang durch das Rathaus gemacht, um die verschiedenen Ansprechpartner kennenzulernen. Das Stadtoberhaupt gratulierte den neuen Jugendgemeinderäten noch einmal und nannte alle Gewählten namentlich. Es sei die erste digitale Wahl in der Geschichte des Gerlinger Jugendgemeinderates gewesen. Die Wahlbeteiligung habe bei über 33 Prozent gelegen und sich damit zur Vorwahl verbessert. Der rückläufige Trend sei mit der Onlinewahl gestoppt worden. Drei aus dem alten Gremium seien wiedergewählt worden. Stimmenkönigin sei mit 292 Stimmen Lizzy Herrmann. Zur Amtsverpflichtung verlas Oestringer stellvertretend die Verpflichtungsurkunde von Stimmenkönigin Lizzy Herrmann und verpflichtete dann alle per Handschlag in ihr Amt. Gewählt wurden außer Stimmenkönigin Lizzy Herrmann, Burak Akbal, Klara Blankenhorn, Marie Blankenhorn, Curt Faltin, Julian Fischer, Sophia Fronek, Elif Gencbay, Melek Gencbay, Nils Kürschner, Simon Leiner, Mia-Nora Moor, Noah Motschenbacher, Jannik Munz, Luca Scherbaum, Magdalena Schwarz, Klara Vuici, Ecrin Selen Yagci. „Ich wünsche Ihnen und uns gutes Gelingen bei den kommenden Projekten und Maßnahmen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.” In dem Zusammenhang wiederholte Oestringer seinen Wunsch an die Mitglieder des Gremiums vom Nachmittag, dass die Jugendgemeinderäte ihre Aufgabe nicht nur in sogenannten Jugendthemen sehen, sondern sich darüber hinaus auch städtischen Themen widme. „Das was der Gemeinderat heute beschließt, betrifft euer Leben in der Zukunft”, so Oestringer. „Ihr habt dafür sehr scharfe Instrumente in der Hand.” Weiterhin forderte Oestringer die Mitglieder des neuen Gremiums auf, mit Themen, Fragen und Vorschlägen auf ihn und die Mitarbeiter des Rathauses zuzukommen und anzusprechen. Auch die Gemeinderäte seien gerne Ansprechpartner und würden sich über Hinweise freuen. „Seid mutig und erhebt eure Stimmen für Themen in der Zukunft.“ Als letzter Tagesordnungspunkt stand schließlich noch die Bekanntgabe der nächsten Termine auf der Tagesordnung. Der erste offizielle Termin, zu dem auch die Jugendgemeinderäte eingeladen sind, ist der Neujahrsempfang am 18. Januar in der Stadthalle. Vom 30. Januar bis 1. Februar steht das Jugendgemeinderatsseminar in Bad Liebenzell auf dem Programm, am 11. Februar findet ein Treffen mit den Gemeinderäten zum gegenseitigen Austausch über Vorstellungen statt, am 5. Februar veranstaltet EFEK (Zusammenschluss der Gerlinger Jugendorganisationen: KJG, SJR, JGR, Café Konfus, Jugendhaus) eine Veranstaltung zur Landtagswahl. Am 2. Februar findet die Ausbildungsbörse in der Stadthalle statt und am 3. März steht die Sportlerehrung auf dem Programm.
Text/Fotos: Tommasi
Der alte und neue JGR gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Oestringer und weiteren Mitgliedern des Gemeinderates
In der jüngsten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates standen unter anderem zwei Anträge des Gremiums auf der Tagesordnung, die beide einstimmig verabschiedet wurden. Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates im Oktober konnte der Erste Beigeordnete Stefan Altenberger neben dem Gremium auch wieder einige Vertreter des Gemeinderates begrüßen. Altenberger hatte die Sitzungsleitung übernommen, weil Bürgermeister Dirk Oestringer bei einem anderen Termin war. Es sei das erste Mal, dass er eine Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates leite, erklärte Altenberger. Unter dem Punkt Bekanntgaben teilte der Erste Beigeordnete zunächst einige Termine mit, die in nächster Zeit stattfinden – die lange Einkaufs- und Kulturnacht am 24. Oktober, das 40 jährige Jubiläum der Gerlinger Schwimmhalle am 8. November ab 10 Uhr und Schwimmbad-Disco ab 20 Uhr sowie der Neubürgerabend am 19. November. Ferner berichtete Altenberger zur Sportstättenkonzeption, dass bei den Vereinen und anderen Nutzern die Bedarfe abgefragt wurden. Nachdem man die Bedarfe nun kenne, schaue man, ob weiterer Platz benötigt werde, und ob beziehungsweise wo es für den Kunstrasen auf der Schillerhöhe einen neuen Sportplatz gibt.
Kostenlose Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten
Fragen und Anregungen aus den Reihen der Anwesenden und seitens der Jugendgemeinderäte gab es keine, so dass Altenberger als nächstes gleich den Antrag des Jugendgemeinderates zur Bereitstellung von kostenlosen Hygieneartikeln auf öffentlichen Toiletten aufrufen konnte. Elif Gencbay meinte, dass die Bereitstellung von Hygieneartikeln in öffentlichen Toiletten sehr wichtig sei. „Das ist ein Grundbedürfnis für Frauen“, so Gencbay. Es könne jeder Frau passieren, dass sie schnell einmal Hygieneartikel benötigt. Im Robert-Bosch-Gymnasium habe sich die Bereitstellung von Hygieneartikeln in einer 18-monatigen Testphase bewährt. Amtsleiterin Nina Fänger erklärte, dass sich das Amt für Gebäudemanagement mit der Umsetzung des Antrags beschäftigt habe. Die Testphase im Robert-Bosch-Gymnasium habe gezeigt, dass das Angebot angenommen sehr wertschätzend angenommen werde. Zukünftig werde man neben Binden auch Tampons in verschiedenen Größen anbieten, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Zur Ausgabe der Hygieneartikel würden die Toiletten mit Spender ausgestattet. Aufgefüllt würden die Spender jeweils von den Hausmeistern bzw. städtischem Personal. Für die Bereitstellung empfehle die Verwaltung zunächst die Schwimmhalle, die Stadthalle, die Brückentorhalle, die Sporthalle in den Breitwiesen, die Turnhalle Breitwiesen, das Jugendhaus, die Realschule, das Robert-Bosch-Gymnasium, die Pestalozzi-Schule inkl. Außenstelle Waldschule sowie die Breitwiesenschule. In Abstimmung mit der Schulsozialarbeit sollen in den Grundschulen keine Spender installiert werden, sondern Binden kostenfrei im Sekretariat und im Büro der Schulsozialarbeit hinterlegt werden. „Wenn sich die Bereitstellung der Hygieneartikel an diesen Stellen bewährt, könnten noch weitere öffentliche Gebäude damit ausgestattet werden“, erklärte Fänger. Altenberger ergänzte, dass man sich darauf verständigt habe, in einem ersten Schritt nicht alle vom Jugendgemeinderat vorgeschlagenen Gebäude mit den Spendern für Hygieneartikeln auszustatten. Nicht dabei seien die Jugendmusikschule, das Rathaus, die Bücherei, das Stadtmuseum und die Volkshochschule. Aufgestellt werden in insgesamt zwölf Gebäuden 28 Spender für Hygieneartikel. Die Kosten für die Beschaffung und Installation belaufen sich auf 2.500 Euro. Die Bestückung der Spender kostet rund 3.000 Euro. Altenberger erklärte weiter, dass der Antrag im Finanz-, Verwaltungs- und Sozialausschuss bereits vorberaten und bei drei Enthaltungen befürwortet wurde. Die Chancen, dass der Antrag auch vom Gemeinderat positiv bewertet werde, seien also gut. Der Jugendgemeinderat votierte einstimmig für den Antrag.
Legale Graffiti-Flächen
Zum zweiten Antrag des Jugendgemeinderates, in Gerlingen legale Graffiti-Flächen bereitzustellen, berichtete der Erste Beigeordnete, dass sich die Verwaltung Gedanken darüber gemacht habe, wo es dafür in Gerlingen geeignete Orte gebe. Philipp Kaljevic erklärte, dass der Jugendgemeinderat aufgrund der positiven Entwicklung beim Treffpunkt die Ausweisung zusätzlicher legaler Graffiti-Flächen positiv bewerte. Die Flächen dort würden von jungen Künstlern auch viel genutzt. Vorgeschlagen wurde vom Jugendgemeinderat als mögliche Flächen die alte Sporthalle in den Breitwiesen, die Wand am Roten Platz oder die Tiefgarage Rathaus. Altenberger erklärte, dass man die Nutzung der Flächen beim Treffpunkt ebenfalls positiv sehe. Es habe dieses Jahr zwar auch Schmierereien gegeben, man hoff aber, dass dies durch die Bereitstellung von legalen Flächen besser werde. Andreas Lux, Abteilungsleiter für den Bereich Jugend im Amt für Jugend, Familie und Senioren, hat die Entwicklung am Treffpunkt fotografisch dokumentiert. Die Kunstwerke dort würden immer wieder schnell übersprüht. Dadurch bekommen der Treffpunkt immer wieder ein neues Gesicht. Legale Flächen für Graffiti seien sehr gewinnbringend. Die Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement, Nina Fänger erklärte, sie sei mit Lux die vorgeschlagenen Flächen abgegangen. Die alte Turnhalle in den Breitwiesen freizugeben, könne man sich vorstellen. Die Steinmauer am Roten Platz hingegen nicht, weil es sich da um eine Natursteinmauer handle, der nicht gereinigt werden kann. Alternativ schlage die Verwaltung die Wand der Treppe neben dem Jugendhaus vor. Die Tiefgarage Rathaus könne man sich auch nicht vorstellen. Die Tiefgarage sei für den Verkehr da. Auch hier habe man sich eine Alternative überlegt – und zwar die Sitzwürfel am Grillplatz. „Wir würden gerne wissen, ob diese Vorschläge für euch vorstellbar sind“, so Fänger. Kaljevic meinte, die Vorschläge seien ein positiver Schritt in die richtige Richtung. Die Sitzwürfel würden keine großen Flächen zum Sprühen bieten und seien deshalb eigentlich irrelevant. Die Halle und die Treppe beim Jugendhaus seien aber eine gute Sache. Der Jugendgemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.
Jugendgemeinderatswahl
Nächster Punkt war die Jugendgemeinderatswahl. Zum Zeitpunkt der Sitzung konnte man sich noch als Kandidat bzw. Kandidatin melden. Wie der Jugendgemeinderat in seiner Maisitzung beschlossen habe, werde es eine digitale Wahl geben, so Lux. Wenn der Wahlausschuss getagt hat, würden die Wahlunterlagen versendet. Ab 10. November könne dann online gewählt werden. Man könne auch in den Schulen in Wahlkabinen am Tablet wählen, so Lux weiter. In der Realschule am 10. November und im Robert-Bosch-Gymnasium am 12. November. Wenn alles glatt laufe, würden am 16. November die Ergebnisse vorliegen und im Dezember werde dann der neue Jugendgemeinderat amtsverpflichtet. Der Erste Beigeordnete zeigte sich optimistisch, dass man wieder ein gutes Bewerberfeld zusammenbekommen werde. Die digitale Wahl sei eine spannende Sache. Man müsse schauen, wie sich die Sache entwickelt.
Jubiläum des Jugendgemeinderates
Bezüglich des 30-jährigen Jubiläums des Jugendgemeinderates, das im Juli gefeiert wurde, bedankte sich Timon Hasel bei allen, die da waren und die das Fest unterstützt haben. „Wir hatte alle viel Spaß und hoffen, dass wir auf den Jugendgemeinderat aufmerksam machen konnten.“ Es sei etwas Besonderes, schon so lange einen Jugendgemeinderat zu haben. Es gebe immer noch Städte, die keinen Jugendgemeinderat haben. Toll sei, dass es auch immer wieder Jugendliche gebe, die nach ihrer Zeit im Jugendgemeinderat weiter in der Politik aktiv sind – beispielsweise im Gemeinderat.
Verschiedenes aus dem Jugendgemeinderat.
Unter dem Punkt Verschiedenes wies Lux darauf hin, dass vom Dachverband der Jugendgemeinderäte über den Sommer eine Einführungsmappe konzipiert wurde, die den Einstieg in die Arbeit der Jugendgemeinderäte erleichtern soll. In der Mappe seien auch jeweils Anstecker mit den Logos der Jugendgemeinderäte. „Den von Gerlingen wollen wir euch heute gerne zukommen lassen“, so Lux und verteilte die Anstecker gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten.
Der Gerlinger Jugendgemeinderat (JGR) kann inzwischen schon auf 30 Jahre zurückblicken. Dieser runde Geburtstag wurde mit einem Festakt und anschließender Sommerparty gefeiert. „Der Jugendgemeinderat bedeutet mehr als ein Gremium – er bedeutet Mitspracherecht zu haben, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu spüren“, stellte die Sprecherin des JGR Josefine Schulz eingangs ihrer Begrüßungsrede fest. Zu der Jubiläumsfeier konnte sie Bürgermeister Dirk Oestringer, zahlreiche Gemeinderäte, ehemalige Mitglieder des Jugendgemeinderats, Unterstützerinnen und Unterstützer, die aktuellen Jugendgemeinderäte und den Leiter des Gerlinger Stadtarchivs, Klaus Herrmann, der die Festansprache hielt, begrüßen. „Der Jugendgemeinderat bedeutet mitzugestalten – unsere Stadt, unsere Gegenwart und unsere Zukunft“, so Schulz weiter. Beim Jubiläum wolle man aber auch in die Vergangenheit schauen, denn in den letzten Jahren sei einiges erreicht und durchgeführt worden. Als Beispiele nannte sie den Grillplatz, den Pumptrack, den Treffpunkt für Jugendliche, die Fußballtore am Regenrückhaltebecken, verschiedene Graffiti-Wände, viele Partys und Mitternachtsfußballturniere. In ihrer Rede hielt die Sprecherin weiter fest, dass das Jubiläum nicht nur gefeiert werden könne, weil der aktuelle Jugendgemeinderat engagiert ist, sondern weil es in den letzten 30 Jahren viele Menschen gegeben habe, die dieses Gremium ermöglicht, begleitet und gestärkt haben. An der Stelle dankte Schulz der Gründungsgeneration des Jugendgemeinderates aus dem Jahr 1995, von der neben dem ersten Sprecher Hartwig Maier auch Stefan Blumenstock, Mark Tisch und Beatus Zimmermann anwesend waren. Einen Dank sprach Schulz auch den Mitglieder des Gemeinderates und der Verwaltung aus, die die Jugendbeteiligung seit drei Jahrzehnten ernst nehme und fördern würden, der Betreuung durch das Jugendreferat insbesondere Andreas Lux, allen ehemaligen JGR‑Mitgliedern und allen, die zum Gelingen der Jubiläumsfeier beitragen. Wenn man die Galerie mit den Bildern aus 30 Jahren JGR anschaue, sehe man, dass Jugendbeteiligung vielleicht nicht alles auf einmal verändert, sie verändere aber Haltung, Diskussionen, Perspektiven und manchmal sogar politische Entscheidungen. „Gerade heute, in einer Zeit, in der demokratische Grundwerte immer offener infrage gestellt werden, in der Polarisierung, Desinformation und politische Gleichgültigkeit zunehmen, ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen sichtbar Haltung zeigen”, gab Josefine Schulz ein klares Statement ab. Und weiter: „In den letzten Jahren gab es Podiumsdiskussionen, Kundgebungen und Austausche mit den Parteien und das ist auch sehr wichtig. Aber vor allem in der kommenden Legislaturperiode sollte das weiter passieren können. Politischer Austausch muss gerade jetzt durchgeführt und erweitert werden, damit demokratische Grundwerte stark und sichtbar bleiben und die Stimme der Jungen nicht untergeht. Der Jugendgemeinderat ist dabei kein Symbol, sondern kann ein echtes Instrument politischer Teilhabe sein. Wir lernen, uns einzumischen, zu argumentieren. Verantwortung zu übernehmen. Jugendbeteiligung ist somit keine nette Option, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Demokratie.“ Den zukünftigen Jugendgemeinderäten wünschte sie, das alles auch in Anspruch zu nehmen und durchzusetzen.
Bürgermeister Dirk Oestringer beglückwünschte die Jugendgemeinderäte eingangs seiner Rede zu dem besonderen Jubiläum. „30 Jahre Jugendgemeinderat, das sind drei Jahrzehnte voller Engagement, Beteiligung und Mitgestaltung.“ 30 Jahre seien eine Generation, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken. Die Jugendgemeinderäte, die in den letzen 30 Jahren im Gremium aktiv waren, hätten alle Verantwortung übernommen und damit gezeigt, dass Demokratie dort beginnt, wo Menschen bereit sind, sich zu engagieren, dort wo Menschen mitmischen wollen und es nicht allen anderen überlassen. Der Jugendgemeinderat ermögliche es den Jugendlichen, sich zu beteiligen und er verdeutliche, dass die Stimme von jungen Menschen in der Stadt zählt. Und die Stimme der jungen Menschen zähle nicht nur, sie sei auch eine echte Bereicherung. „Sie fordert uns in der Verwaltung und im Gemeinderat heraus, bringt in manchen Diskussionen neue und andere Blickwinkel hinein und reflektiert unsere Entscheidungen auf eine ganz andere Art und Weise“, so Oestringer. „Alle Entscheidungen, die getroffen werden, wirken auf uns ein“, so das Stadtoberhaupt. Kommunen seien Orte der Wirklichkeit. Deshalb sei es auch so wichtig, dass man Jugendliche beteiligt. „Jugendthemen sollten von Jugendlichen mitbestimmt werden, denn niemand kennt Eure Bedürfnisse besser als Ihr selbst.“ In Baden-Württemberg habe man das schon früh erkannt und Jugendgemeinderäte gegründet. Die Gründung des Jugendgemeinderates vor 30 Jahren sei für eine Stadt in der Größe Gerlingens schon sehr früh gewesen. Tatsächlich sei Baden-Württemberg nicht nur ein Ehrenamtsland, sondern auch ein Jugendgemeinderatsland, denn in keinem Bundesland gebe es so viele Jugendgemeinderäte. Aktuell seien es über 90. In Zeiten, in denen viele den Eindruck haben, Politik sei weit weg vom Alltag, zeige der Jugendgemeinderat das Gegenteil: Politik kann nah und niederschwellig sein. Die Stadt sei nicht nur Lebensort, sondern auch die unterste Organisationsebene des Staates und sozusagen der direkte Adressat der Wünsche von Jugendlichen. „Mir ist wichtig, dass man Demokratie erlebt solange man jung ist“, so das Stadtoberhaupt. Demokratie müsse gewissermaßen gelernt werden – von klein auf und immer wieder aufs Neue. An den aktuellen politischen Geschehnisse in Deutschland sehe man, dass man sich immer wieder bewusst machen muss, was es bedeutet, in einer Demokratie zu leben und welche Werte mit ihr einhergehen. All das sei für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. Die Möglichkeiten der Jugendgemeinderäte, mitzugestalten und sich zu beteiligen, seien vielfältig Projekte und Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Partys oder auch die Beteiligung am Gerlinger Musiksommer oder am 50‑jährigen Jubiläum nannte das Stadtoberhaupt Beispiele. Zudem sei der Jugendgemeinderat in beratender Funktion im Kultur-, Jugend- und Sportausschuss sowie im Ausschuss für Städtepartnerschaften vertreten, und bringe dort die Perspektive der Jugend ein. Das schärfste Schwert sei, dass der Jugendgemeinderat Rede und Antragsrecht im Gemeinderat hat, auch wenn der Vorsitzende es nicht wolle. Der Gemeinderat müsse über vom Jugendgemeinderat gestellte Anträge beraten. Der Jugendgemeinderat sei damit Teil kommunaler Entscheidungsprozesse und habe damit beispielsweise den Impuls für den Treffpunkt gesetzt, der sich jetzt an der Pumptrack befindet, der auch auf Initiative des Jugendgemeinderates entstanden sei. Und Oestringer nannte auch die aktuell laufenden Anträge zu den Themen Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten und Bereitstellung von Graffiti-Wänden. Und auch die Öffentlichkeitsarbeit des JGR mit Berichten über das aktuelle Geschehen in der Stadt und das Engagement des Gremiums ließ das Stadtoberhaupt nicht unerwähnt. Diese Vielfalt zeige, dass Beteiligung keine Einbahnstraße ist. „Sie lebt vom Dialog, von Offenheit und vom echten Interesse, Dinge gemeinsam zu gestalten.“ Um eine gute Schnittstelle zwischen Jugendlichen und Verwaltung zu ermöglichen, stelle die Stadt auch personelle Ressourcen zur Verfügung in Form der Geschäftsstelle des JGR und der Betreuung bei Wahlen. In dem Zusammenhang nannte Oestringer Andreas Lux, Michaela Höhn‑Bea und Stefan Fritzsche, Alexandra Frei und Anja Frohnmaier sowie Ulrike Hoffmann‑Heer, die den Jugendgemeinderat in den vergangenen drei Jahrzehnten begleitet haben und weiter begleiten. Was in Gerlingen in den vergangenen 30 Jahren Jugendgemeinderat an Projekten, Ideen und Debatten entstanden ist, sei beeindruckend, so Oestringer weiter. Die Gestaltung von Freizeitangeboten wie die Halfpipe bei der Breitwiesenschule oder die Probenräume für Gerlinger Bands nannte er ebenso wie das Anrufsammeltaxi, die Beteiligung an Aktionen gegen Diskriminierung und für Demokratie oder auch die Fahrten in die Partnerstädte Seaham, Tata und Vesoul, bei denen immer Jugendgemeinderäte dabei sind. Für dieses Engagement, die Ideen und die Bereitschaft Verantwortung für die Jugend zu übernehmen, bedankte sich Oestringer auch im Namen des Gemeinderates und der Stadtverwaltung. Einen Dank sprach er den Jugendgemeinderäten auch für ihre Geduld aus, auch dann wenn politische Prozesse einmal länger dauern als gewünscht. Sein Wunsch sei es, den Jugendgemeinderat noch mehr in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Lasst uns gemeinsam weiter an unserem Gerlingen arbeiten und die Zukunft gestalten – für alle Generationen“, schloss Oestringer seine Ausführungen und wünschte allen eine schöne Jubiläumsfeier.
Der erste Sprecher des JGR, Prof. Dr. Hartwig Maier hielt in seinem Grußwort fest, dass es ihm Spaß gemacht habe, Jugendpolitik zu machen. Besonders sei in Gerlingen gewesen, dass der Jugendgemeinderat mit großer Unterstützung seitens der Verwaltung, des Gemeinderates und der Bürger eingeführt wurde. Das sei schon daran zu erkennen, dass der JGR von Anfang an Rede‑ und Antragsrecht sowie eine beratende Stimme im Jugendausschuss hatte. „Das war für uns etwas ganz Besonderes.” Bei Dachverbandstreffen sei der Gerlinger Jugendgemeinderat für diese Möglichkeiten immer beneidet worden. Ein Indiz dafür, dass der Jugendgemeinderat von Anfang an viel Unterstützung erhalten hat, ist für Maier auch der Umstand, dass er zu Veranstaltungen und den Reisen in die Partnerstädte immer eingeladen war. Diese Reisen seien schon damals wichtig gewesen und heute noch mehr. „Uns wurde viel Wertschätzung entgegengebracht und wir wurden immer mit offenen Armen empfangen und mitgenommen.” Schön sei auch, dass es den Grillplatz, der vom ersten Jugendgemeinderat angestoßen wurde, heute immer noch gibt. In dem Zusammenhang erinnerte er sich an die Diskussionen, die es wegen dem Grillplatz gegeben hat und auch daran, dass man den Gemeinderat am Ende überzeugen konnte. „Der Jugendgemeinderat hat demjenigen, der sich einbringen wollte, persönlich und auch der Stadtgesellschaft viel gebracht“, so Maier. Die Tatsache, dass der Jugendgemeinderat immer völlig losgelöst von Parteipolitik war, sei sicher mit ein Grund, warum es ihn immer noch gibt, ist der ehemalige Sprecher überzeugt. Für die Zukunft wünschte er dem aktuellen und allen zukünftigen Jugendgemeinderäten das Beste.
Klaus Herrmann freute sich, dass außer den vier Jugendgemeinderäten der ersten Stunde mit Petra Bischoff und ihm auch zwei Gemeinderäte aus der Zeit, als der Jugendgemeinderat auf dem Weg gebracht wurde, ebenfalls hier seien. Für die heutige Jugendgemeinderäte seien 30 Jahre eine lange Zeit. Bis zur ersten Wahl 1995 sei es ein langer Weg gewesen. 1994 habe die CDU‑Fraktion den Antrag gestellt, einen Jugendgemeinderat für Gerlingen zu installieren. Damals habe es landesweit 18 Jugengemeinderäte gegeben. Bei den ersten Beratungen sei die Zustimmung sehr mäßig gewesen. Der Jugendgemeinderat sollte Abstraktions-, Motivations- und Bildungsfunktion haben. Ein aktiven Gemeinderat habe damals beispielsweise erklärt, dass die Jugendlichen nicht lange durchhalten werden. Man habe dann aber ein Hearing durchgeführt, zu dem 100 Teilnehmende kamen. Danach habe sich der Gemeinderat die Jugendgemeinderäte vor Ort in Gengenbach und Leinfelden angeschaut. Bei weiteren Beratungen sei ins Feld geführt worden, dass man die Gewerbesteuer um vier Punkte erhöhen müsse, um die halbe Stelle für die Betreuung des Jugendgemeinderates zu finanzieren. Als dann aber eine weitere halbe Stelle benötigt wurde, konnte ein Kompromiss gefunden werden. Bei der ersten Wahl hätten dann 48 Jugendliche kandidiert. Die Verkündung des Wahlergebnisses, bei dem über 100 Jugendliche dabei waren, sei unvergessen, so Herrmann. Die für die 18 Sitze Gewählten gab der Bürgermeister bekannt. Bei den Nichtgewählten habe es auch Tränen gegeben. Auch die Wahlbeteiligung sei mit 48 Prozent sensationell gewesen. Das habe auch die letzten Skeptiker überzeugt und von den Jugendlichen sei dann auch keiner ausgefallen, so Herrmann. Bei der zweiten Wahl habe es dann einige Jux‑Kandidaten ohne Bild gegeben. Die seien auch alle nicht gewählt worden. Die Jugendgemeinderatswahl in Gerlingen habe drei Mal eine höhere Wahlbeteiligung gehabt, wie die Gemeinderatswahl in Ludwigsburg, berichtete Herrmann weiter. Insgesamt 229 Personen seien in den bisher 15 Wahlperioden ins Gremium gewählt worden. Von den Jugendgemeinderäten seien einige später auch im Gemeinderat aktiv gewesen oder seien heute noch aktiv. Namentlich waren es Frank Moll, Rebecca Stotz, Dennis Uhl und David Rometsch. Für den Jugendgemeinderat könne man nicht mehr kandidieren, wenn man 19 Jahre alt ist, erläutert Herrmann dazu. Man könne sich dann aber in einer Partei oder an anderer Stelle engagieren. Der Jugendgemeinderat sei manchmal mit seinen Fragen sicher nervig, meinte Herrmann. Alle zwei Jahre seien neue Mitglieder im Gremium, die noch keine Erfahrung hätten. Sehen sie das mit den Augen der neuen Jugendgemeinderäte und nicht mit ihrer Erfahrung aus 15 Jahren, forderte Herrmann die Mitarbeiter der Verwaltung und die Mitglieder des Gemeinderates auf. Den Jugendgemeinderäten gab Herrmann den Rat mit, immer daran zu denken, dass politische Prozesse oft lange dauern. Man brauche da große Geduld. „Erinnert euch später daran, was ihr als Jugendgemeinderäte nicht gut gefunden habt und macht es besser.“ Und Herrmann bat alle daran zu denken, dass es nicht „die“ Meinung der Erwachsenen und auch nicht „die“ Meinung der Jugend gibt. Was der Jugendgemeinderat in den vergangenen 30 Jahren geleistet hat, sei toll, hielt Herrmann abschließend fest. Dafür gebühre allen – den aktuellen wie den ehemaligen Jugendgemeinderäten – ein großes Lob. Die Erwartungen, die man an den Jugendgemeinderat vor 30 Jahren hatte, seien nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen worden.
Nach dem offiziellen Teil gab es eine Tanzeinlage von sechs Tänzerinnen der Lebensart Dance Studios. Für die musikalische Umrahmung des Festaktes hatten „The Lüxe” (Johnny und Alex Lux) gesorgt. Ihnen allen hatte Josefine Schulz schon bei ihrer Begrüßung gedankt ebenso wie dem Free Food‑Verein, der die Gäste des Empfangs kulinarisch verwöhnt hat sowie dem Stadtjugendring für die Bereitstellung der Infrastruktur, der Katholischen Jugend Gerlingen der beim Getränkeverkauf unterstützt hat und allen anderen Helfern. Nach dem Festakt stand dann noch ein Gallery‑Walk durch 30 Jahre Geschichte des Jugendgemeinderates auf dem Programm und später wurde gemeinsam mit allen Gerlinger Jugendlichen eine Sommerparty gefeiert.
Die Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderats fand im Mai an einem ungewöhnlichen Ort statt. Das Gremium hatte sich beim Grillplatz an der Ditzinger Straße getroffen, um dessen Einweihung nach der Sanierung zu feiern. Bei bestem Grillwetter begrüßte Bürgermeister Dirk Oestringer die Jugendgemeinderäte am Grillplatz an der Ditzinger Straße zu ihrer Mai-Sitzung. Zu der Sitzung konnte das Stadtoberhaupt auch den Ersten Beigeordneten Stefan Altenberger und zahlreiche Vertreter des Gemeinderates und sowie einige Jugendliche begrüßen. Bevor an der neuen Grillstelle das Einweihungsfeuer angezündet werden konnte, galt es noch einige Tagesordnungspunkte abzuarbeiten.
Bekanntgaben
Unter dem Punkt „Bekanntgaben” stellte sich die neue Leiterin de Jugendhauses, Jana Faßnacht dem Gremium vor. Die 26-Jährige ist auch im Café Konfus und beim Stadtjugendring aktiv. Unter dem Punkt „Bekanntgaben” berichtete das Stadtoberhaupt ferner, dass die beiden Anträge zu den Themen Graffiti und Hygieneartikel im Gemeinderat eingebracht seien. Sie befinden sich in der Vorbereitung zur Beschlussfassung, die in einer der nächsten Sitzungen stattfinden soll.
Festlegung der Wahlart zur JGR Wahl
Nächster Punkt war die Festlegung der Wahlart für die Jugendgemeinderatswahl in diesem Jahr. Bürgermeister Oestringer erinnerte daran, dass bei Jugendgemeinderatswahlen die Möglichkeit bestehe, diese digital oder in Papierform durchzuführen. Der Jugendgemeinderat müsse einen Beschluss fassen, welche Wahlart bei der Wahl im November genutzt werden soll. Es sei auch in den Folgejahren wichtig, dass man diese Entscheidung bewusst treffe. Andreas Lux, Abteilungsleiter für den Bereich Jugend im Amt für Jugend, Familie und Senioren, erklärte, dass der Gemeinderat über Beschluss die Möglichkeit geschaffen habe, dass der Jugendgemeinderat sowohl digital als auch klassisch mit Stimmzetteln gewählt werden kann. Welche Wahlart genutzt werde, entscheide jeweils der Jugendgemeinderat. Die Wahl 2025 werde im Zeitraum 8. bis 16. November stattfinden. Man wolle die Wahlart so früh festlegen, damit man sich auch frühzeitig um die nötige Technik kümmern könne, sofern sich das Gremium für eine digitale Wahl entscheide. Jugendratssprecherin Josefin Schulz meinte, der Jugendrat habe den Antrag für die digitale Wahlmöglichkeit eingebracht und werde sich deshalb sicher auch dafür entscheiden, was von den anwesenden Gremiumsmitgliedern per Handzeichen einstimmig bestätigt wurde.
30-jähriges Jubiläum
Zum 30-jährigen Jubiläum berichtete Schulz, dass der Termin 26. Juli jetzt fix sei. Man habe sich dafür entschieden, das Jubiläum im Rahmen des Gerlinger Musiksommers zu feiern. Da der Stadtjugendring an dem Tag nicht könne, habe man wegen des Getränkeverkaufs die katholische Jugend gefragt und von dort auch schon einige Zusagen bekommen. Weitere Helfer seien willkommen. Zu essen soll es an dem Abend Fingerfood geben. Wegen des Programms habe man mit dem Stadtmuseum Kontakt aufgenommen und man sei auch noch auf der Suche nach einem DJ. In den nächsten Wochen werde man bei den Planungen weiter ins Detail gehen. Bürgermeister Ostringer meinte, der Juli sei sicher ein guter Termin für das Jubiläum. Ende Juli könne man auf das zum Jubiläum passende Sommerfeeling hoffen.
Mitternachtsfußballturnier
Zum Mitternachtsfußballturnier am 5. April berichtete Bora Örnek, dass alles sehr gut abgelaufen sei. Das Turnier sei mit EFEK Gerlingen, zu dem neben Stadtjugendring Gerlingen, Jugendhaus B15, Jugendcafé Konfus, Katholische Jugend Gerlingen, Evangelische Jugend Gerlingen auch der Jugendgemeinderat gehört, durchgeführt worden. Gewonnen habe am Ende das Team AS Koma. Beim Turnier dabei waren auch eine Mannschaft des Jugendgemeinderates und ein Stadtteam. Letzteres hat am Ende den achten Platz belegt. „Das Team war hoch motiviert und hatte viel Spaß“, so Bürgermeister Oestringer.
Verschiedenes
Unter dem Punkt „Verschiedenes” teilte das Stadtoberhaupt mit, dass es bereits eine Auftaktveranstaltung zum Sporthallenkonzept gegeben habe bei dem auch der Jugendgemeinderat vertreten war. Die Vertreter des Jugendgemeinderates sind dort zukünftig Marius Munz, Ritsu Yamaguchi und Magdalena Schwarz. Von der Seaham Reise, bei der auch sechs Jugendgemeinderäte dabei waren, berichtete Elif Gencbay, dass der Besuch in der Partnerstadt viel Spaß gemacht habe und die Gruppe sehr gut betreut war. Auf dem Programm stand der Besuch des Major Balls, aber auch viele weitere Aktivitäten, wie ein Besuch im Jugendhaus oder ein Bummel duch die Stadt. Man habe auch gute Gespräche geführt. Bürgermeister Oestringer berichtete ebenfalls, dass man sich mit den Freunden in Seaham intensiv ausgetauscht habe. Und er berichtete weiter, dass bei den Kommunalwahlen in England, die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage gewonnen hat. In Seaham seien die vier Sitze im County Council (Bezirksrat) an die Seaham Community Party gegangen – eine Partei die Reform UK zuzuordnen ist. Die Kommunalpolitiker vor Ort hätten in Gesprächen gesagt, dass die Wahlgewinner keinen großen Wert auf die Partnerschaft legen würden. „Wir wollen die Partnerschaft weiterführen – auf jeden Fall die Kontakte zwischen der Zivilgesellschaft“, so das Stadtoberhaupt. Wie die Partnerschaft auf offizieller Seite weitergeführt werden kann, werde sich zeigen. Vom Dachverbandstreffen der Jugendgemeinderäte, das in Karlsruhe stattgefunden hat, berichtete Raphaela Rieder. Sie berichtete, dass bei dem Treffen verschiedene Themen in Gruppen diskutiert und Ideen für eine neues Leitbild des Dachverbands gesammelt wurde. Am letzten Tag der Mitgliederversammlung sei ein neuer Vorstand gewählt worden. Zum Treffpunkt für Jugendliche erklärte Andreas Lux, dass es einen Vor-Ort-Termin mit dem Amt für Gebäudemanagement gegeben habe. In der letzten Sitzung hatte das Gremium darüber diskutiert, was beim Treffpunkt fehlt, beziehungsweise verbessert werden kann. Bei dem Vor-Ort-Termin wurden Ideen vorgestellt, die das Amt jetzt prüft, um zu schauen, welche für den Treffpunkt umgesetzt werden können.
Grillplatz eingeweiht
Letzter Punkt auf der Tagesordnung war die Einweihung des Grillplatzes, der in den letzten Wochen instandgesetzt wurde. Im Jugendgemeinderat habe man sich Ende letzten Jahres Gedanken darüber gemacht, wie der Platz gestaltet werden kann, dass man sich dort wieder gerne aufhält, erinnerte Bürgermeister Oestringer. Dass es den Platz gibt, geht auf eine Idee des Gerlinger Jugendgemeinderates zurück. Er war eines der ersten Projekte, des Jugendgemeinderates, Mitte der 1990er Jahre. Wichtig sei den Jugendgemeinderäten gewesen, dass ein Grillplatz entsteht, der von der Innenstadt gut erreichbar ist. 2003 sei der Platz gebaut worden, so Oestringer. Nach 20 Jahren sei es nun an der Zeit gewesen, dass der Platz instandgesetzt wird. Der Platz, der übrigens auf einer von der Stadt gepachteten Fläche steht, war zuletzt sehr heruntergekommen und auch die Grillstelle war zerstört. Im Zuge der Instandsetzung wurde die Grillstelle neu gemacht. Darüber hinaus wurde extra Bänke und Tische aus Beton gegossen. „Jetzt kann der Platz wieder mit Leben gefüllt werden und ich kann euch nur auffordern, den Platz zu nutzen und zu beleben“, so das Stadtoberhaupt. Plätze würden von den Menschen leben, die sie nutzen – im positiven wie im negativen Sinn. Abschließend dankte Bürgermeister Oestringer dem Gemeinderat für die Bereitstellung der Mittel dem Stadtbauamt und dem Baubetriebshof für die Umsetzung. „Wir freuen uns, dass die Instandsetzung so toll geklappt hat“, erklärte Jugendgemeinderatssprecherin Josefin Schulz. „Der neue Platz sieht toll aus und wir hoffen dass er gut angenommen wird.” Anschließend wurde bei heißen Würstchen vom Grill und kühlen Getränken gemeinsam die Instandsetzung gefeiert.
Der Gerlinger Jugendgemeinderat hat bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr mit Vertretern des Gemeinderates, der Verwaltung und von anderen Jugendorganisationen verschiedene Themen diskutiert – unter anderem die im November stattfindenden Wahlen und das Jubiläum des Gremiums. Bei der jüngsten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates standen statt der sonst üblichen Tischanordnung drei Stellwände im Saal. Bürgermeister Dirk Oestringer hielt in seiner Begrüßung dann fest, dass zum Auftakt der Sitzung der schon traditionelle Austausch zwischen Jugendgemeinderat, Gemeinderat und Stadtverwaltung auf dem Programm stehe. Dieser Austausch fand wie im vergangenen Jahr in Form eines sogenannten Weltcafés statt. Der Jugendgemeinderat habe bei seinem Seminar in Bad Liebenzell Themen für seine Arbeit in diesem Jahr erarbeitet, erklärt Oestringer weiter. „Wir sind gespannt, was dort besprochen wurde.“ Jugendgemeinderatssprecherin Josefin Schulz berichtete anschließend kurz von dem dreitägigen Seminar, bei dem – angeleitet von drei Teamern und Teamerinnen – ein Kennenlernspiel und verschiedene Spiele zur Demokratie auf dem Programm standen. Außerdem wurde eine Ideensammlung erarbeitet, die in der Sitzung im Rahmen des Weltcafés besprochen wurde. Die Themen waren das 30-jährige Jubiläum des Jugendgemeinderates, die Wahl im November, die Ausweisung weiterer Graffiti -Flächen und die Bereitstellung von Menstruationsartikeln in öffentlichen Toiletten. „Das Seminarwo chen ende war sehr erfolgreich“, hielt Schulz abschließend fest.
30-jähriges Jubiläum Eingeteilt in drei Gruppen diskutierten die Anwesenden, unter denen sich auch Vertreter von Gerlinger Jugendorganisationen befanden, die Themen. Zum 30-jährigen Jubiläum berichtete Schulz, dass als Termin der 26. Juli angedacht sei. Zunächst habe man überlegt, ob zum Jubiläum nur geladene Gäste kommen sollen, dann aber entschieden, dass alle kommen können, die interessiert sind. Stattfinden soll die Feier auf dem Gelände des Musiksommers. Bei der Jubiläumsveranstaltung wolle man zeigen, was der Jugendgemeinderat in den vergangenen 30 Jahren alles gemacht hat. Geplant sei zunächst ein offizieller Teil und später dann eine Party. Aus der Mitte der Teilnehmenden wurde vorgeschlagen, zum Jubiläum eine Broschüre zu erstellen. Tatsächlich sei es etwas Besonderes, dass es in einer Stadt in der Größe Gerlingens schon seit 30 Jahren einen Jugendgemeinderat gibt, hielt Bürgermeister Oestringer fest. Weitere Vorschläge, die genannt wurden, waren an der Feier Thementische und eine Wunschbox aufzustellen und die Feier auch dazu zu nutzen, um Werbung für die Wahl im November zu machen.
Jugendgemeinderatswahl Zur Jugendgemeinderatswahl erklärte Bora Örnek, dass man im Vorfeld Leute werben wolle, die bei der Wahl kandidieren und natürlich wolle man auch möglichst viele motivieren, zu wählen. Kandidatenwerbung wolle man machen, indem man die Leute direkt anspricht und ihnen erklärt, was der Jugendgemeinderat alles macht. Ablaufen soll die Werbung direkt in den Schulklassen, aber auch über Social-Media, Plakate und über Werbung im Gerlinger Anzeiger. Zur besseren Bekanntmachung wolle man auch wieder Werbegeschenke und Flyer einsetzen. Darüber hinaus will der Jugendgemeinderat mit eigenen Ständen bei Veranstaltungen wie der Ausbildungsbörse oder beim Straßenfest präsent sein, um Werbung zu machen. Wichtig sei auch, deutlich aufzuzeigen, wo sich potentielle Kandidaten melden können. Aus der Versammlung kam noch der Vorschlag, eine Art Kandidatenvorstellung zu organisieren, Eltern anzusprechen und auch auf die neue Online-Wahl hinzuweisen.
Weitere Themen Zum Thema legale Graffiti-Flächen berichtete Philipp Kaljevic, dass der Jugendgemeinderat aufgrund der positiven Entwicklung beim Treffpunkt die Ausweisung zusätzlicher legaler Graffiti-Flächen beantragen wolle. Dadurch hätten junge Sprayer mehr Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten und man könne auch illegale Graffiti reduzieren. Vorgeschlagen wurde die Wand am Roten Platz und die alte Breitwiesen-Sporthalle. Man könne sich für die Flächen vorstellen, dass neue Graffiti mindestens drei Monate bestehen bleiben müssen und erst dann neu übersprüht werden dürfen. Bei der Auswahl der neuen Flächen sei es wichtig, deren Beschaffenheit zu prüfen. Natursteinflächen solle man nicht dafür nutzen, meinte Martin Nufer. Kaljevic meinte man werde in der Szene nachfragen, ob es Ideen für weitere geeignete Flächen gibt. Bezüglich der Menstruationsartikel in öffentlichen Toiletten erklärte Elif Gencbay, dass der Jugendgemeinderat den Antrag stellen wolle, dass diese in allen öffentlichen Toiletten in Gerlingen bereitgestellt werden sollen. Ziel sei eine bessere Grundversorgung und Gleichberechtigung im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Im Robert-Bosch-Gymnasium habe man bereits einen Testlauf absolviert und positive Erfahrungen gemacht. Weitere Orte, an denen in den Toiletten Menstruationsartikel bereitgestellt werden können, sind beispielsweise die weiteren Schulen, das Jugendhaus, das Rathaus, die Volkshochschule, die Jugendmusikschule, aber auch das Café Konfus. Angeregt wurde von den Anwesenden, in den Toiletten dann auch Mülleimer bereit zu stellen. Treffpunkt für Jugendliche Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Treffpunkt für Jugendliche im öffentlichen Raum. Der Treffpunkt sei ein Projekt des Jugendgemeinderates, hielt Bürgermeister Oestringer fest. „Eure Vorgänger haben den Treffpunkt auf den Weg gebracht“, so das Stadtoberhaupt. Die Graffiti-Wand am Treffpunkt gehe auf eine Idee des amtierenden Jugendgemeinderates zurück. Der Treffpunkt stehe jetzt schon eine lange Zeit. Man habe anfangs vereinbart, eine Evaluation zu machen. Der Jugendgemeinderat habe deshalb sogar eine Umfrage gemacht. Simon Köhler erklärte, dass an der Umfrage 35 Jugendliche teilgenommen hätten. Das Ergebnis sei durchweg positiv gewesen. Über 70 Prozent seien zufrieden mit dem Treffpunkt und über 80 Prozent würden sich dort wohlfühlen. Verbesserungsvorschläge habe es auch gegeben. So zum Beispiel die Beleuchtung angenehmer zu gestalten und wärmeres Licht zu verwenden – bisher ist dafür eine Baustrahler eingesetzt. Ein weiterer Vorschlag lautete, bequemere Sitzmöglichkeiten zu installieren und eventuell auch noch einen Tisch aufzustellen. Und auch ein Windschutz sowie mehr Regenschutz wurde von den Nutzern gewünscht. Bei letzterem könne man ja überlegen, wie das doch sehr schmale Dach verbreitert werden kann, so Köhler. Bürgermeister Oestringer hielt fest, dass der Treffpunkt nicht nur für die Jugend gedacht gewesen sei. Tatsächlich werde er tagsüber auch von Älteren genutzt. Die Umfrage, die der Jugendgemeinderat gemacht hat, sei eine gute Sache. Bezüglich der Verbesserungsvorschläge meinte das Stadtoberhaupt, man könne gemeinsam mit dem Amt für Gebäudemanagement schauen, was davon umgesetzt werden kann. Bora Örnek erklärte, aktuell sei es seine Aufgabe, die Batterie des akkubetriebenen Baustrahler auszutauschen. Der Austausch sei in den Ferien durchaus problematisch, weil dann keiner da ist, der das machen kann. Er regte eine kabelgebundene Lösung an. Bürgermeister Oestringer hielt an der Stelle fest, dass man beim Bau des Treffpunkt auch daran gedacht habe, dass dieser – sofern nötig – auch schnell wieder abgebaut werden kann. Deshalb sei beim Licht auch die Akku-Lösung gewählt worden. Nachdem der Treffpunkt so gut angenommen werde und es auch von den Anwohnern keine Beschwerden gebe, sei eine kabelgebundene Lösung eine Überlegung wert. Man plane ja gerade die Mensa, meinte dazu der Erste Beigeordnete Stefan Altenberger. Dafür müssten ohnehin Kabel verlegt werden und dabei könne man auch einen Abzweig einplanen. Simon Köhler ging noch einmal auf das Thema Bänke ein. Die gebe es nicht so, wie im Modell gezeigt wurde. Deshalb sei die Kritik durchaus berechtigt. An der Wand Richtung der Straße Beim Brückentor gebe es keine Bank. „Wir schauen, was man da machen kann“, hielt Bürgermeister Oestringer fest. Text/Fotos: Tommasi
Unter dem Punkt „Bekanntgaben” teilte Andreas Lux mit, dass für 5. April wieder ein Mitternachtsturnier geplant sei. „Wir sind guter Dinge, dass sich das Turnier wieder etabliert“, so Lux. In den letzten beiden Jahren sei es sehr gut angenommen worden.
Die Stadthalle und das Schwimmbad haben in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Am 8. November findet aus dem Anlass im Schwimmbad eine Veranstaltung mit den Schwimmvereinen statt, zu der auch eine Schwimmbad-Disco gehören soll. Der Jugendgemeinderat ist herzlich zu den Planungen eingeladen. Verschiedenes aus dem Jugendgemeinderat Simon Köhler bemängelte, dass nicht alle Bänke, die im Modell gezeigt werden, vorhanden sind.
Der Gerlinger Jugendgemeinderat hatte in seiner letzten Arbeitssitzung in diesem Jahr einige Punkte auf der Tagesordnung. Im Rahmen der Sitzung wurden auch die Shirts mit dem neuen Jugendgemeinderatslogo vor.
Zur letzten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates in diesem Jahr konnte Bürgermeister Dirk Oestringer die Gremiumsmitglieder in ihr neues, einheitliches Outfit begrüßen. Der neue Look mit dem neuen Logo in den Stadtfarben schwarz-gelbe sei sehr gelungen. Am Ende der Sitzung bekam das Stadtoberhaupt von den Jugendgemeinderäten ein T-Shirt mit dem neuen Logo überreicht. Das neue Outfit sei zwar sehr schön geworden, bis es fertig war, habe es aber leider sehr lange gedauert, erklärte Jan Braun. „Wir sind glücklich darüber, dass wir in Zukunft jetzt einheitlich auftreten können.” Bürgermeister Oestringer versprach das Shirt auf jeden Fall zu tragen. Und er hielt fest, dass Dinge manchmal eben länger dauern. Wenn das Ergebnis stimme, sei alles gut.
Unter dem ersten Punkt auf der Tagesordnung – Bekanntgaben – teilte Bürgermeister Oestringer mit, dass der Rote Platz beim Jugendhaus wieder bespielbar sei. Man hoffe, dass die Bespielbarkeit auch während dem Bau der Mensa gewährleistet werden kann. Auf Anregung aus der Bevölkerung sei neben den Toren auch ein neuer Basketballkorb aufgestellt worden.
Andreas Lux vom Stadtjugendreferat gab bekannt, dass der vom Jugendgemeinderat eingebrachte Vorschlag, am Treffpunkt das Sprühen von Graffitis legal zu ermöglichen, umgesetzt wurde. Man könne dort nach Anmeldung beim Jugendhaus aktiv werden. Das Angebot werde auch gerne genutzt.
Unter dem Punkt „Fragen und Anregungen des Jugendgemeinderates” fragte Josefine Schulz nach, ob es bezüglich des Antrags des Jugendgemeinderates an den Gemeinderat, wegen weiterer Bolzplätze im Stadtgebiet schon Neues gebe. Oestringer erklärte dazu, dass der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung das Sportstättenkonzept beschlossen habe. Bei dem Sportstättenkonzept gehe es zunächst darum zu schauen, wie die Sportstätten ausgelastet sind, ob weitere Sportstätten benötigt werden und wo dann in Gerlingen zukünftig Sport getrieben wird. Oestringer erklärte, dass dazu beispielsweise auch die Frage gehöre, wo zukünftig Fußball gespielt wird. Das Breitwiesenstadion sei bereits saniert. Auf der Höhe sei auch diesbezüglich zunächst die Eigentumsverhältnisse zu klären. Davon sei man bei den weiteren Entscheidungen abhängig. Auch die Bolzplätze seien ein Thema im Sportstättenkonzept. In dessen Rahmen solle auch geklärt werden, wo noch Bedarf an Bolzplätzen besteht. Die Ergebnisse würden im Gemeinderat und im Jugendgemeinderat vorgestellt.
Josefine Schulz stellte weiter fest, dass die Eisbahn eine coole Sache sei. Für sie stelle sich aber auch die Frage der Nachhaltigkeit. „Eine Eisbahn ist wie ein offener Kühlschrank“, so Schulz. Zudem sei das Zelt, in dem man die Eislaufschuhe anziehe, im letzten Jahr stark aufgeheizt gewesen. Aus ihrer Sicht war das unnötig. Das Stadtoberhaupt erklärte, dass man sich bereits im letzten Jahr über die Frage der Nachhaltigkeit sowohl im Gemeinderat als auch beim Verein „Mein Gerlingen” Gedanken gemacht habe. Während der Energiekrise habe man beschlossen, die Eisbahn nicht aufzubauen. Die Eisbahn verbrauche je nach Außentemperatur mehr oder weniger Energie. Insgesamt seien die Anlagen in Sachen Energieverbrauch deutlich effizienter geworden. Bei der Abwägung, ob die Bahn aufgebaut wird, habe auch die Frage der Belebung der Innenstadt durch das Angebot und auch der gesellschaftliche Aspekt eine Rolle gespielt. Man habe sich in der Abwägung dann für den Aufbau der Eisbahn entschieden.
Änderung der Wahlordnung
Ein weiteres Thema auf der Tagesordnung war die Änderung der Wahlordnung. Tatsächlich gehe im nächsten Jahr im November die Wahlperiode schon wieder zu Ende, hielt das Stadtoberhaupt fest. Im kommenden Jahr könne der Jugendgemeinderat auch schon sein 30-jähriges Jubiläum feiern. Das sei eine tolle Sache zumal die Wahl eines Jugendgemeinderates nicht vorgeschrieben sei. Für die Jugendbeteiligung gebe es auch andere Möglichkeiten. „Wir wollen uns als Jugendgemeinderat auch weiter entwickeln“, so Oestringer weiter. Bei den Wahlen stelle sich da die Frage, ob diese nicht digital durchgeführt werden kann. „Wir können da als Jugendgemeinderat vorangehen und ein positives Zeichen setzen.“ Lux erklärte, man habe bereits geschaut, wie das andere Gemeinden machen. Das Thema bei einer digitalen Wahl sei, dass Wähler mehr Flexibilität haben und nicht nur an Wahltagen wählen können, sondern jederzeit zuhause mit dem Handy. Für eine digitale Wahl erhalte jeder Wahlberechtigte mit der Wahlbenachrichtigung eine achtstellige TAN, mit der er sich auf der Wahlplattform anmelden kann. „Wir versprechen uns dadurch auch eine höhere Wahlbeteiligung.“ Außerdem könne man dadurch einen Schritt in Richtung Moderne machen. Um die Barrierefreiheit zu garantieren, werde man im Jugendhaus eine digitale Wahlmöglichkeit anbieten. Lux erklärte weiter, dass mit dem neuen Paragrafen 3a in der Wahlordnung die Möglichkeit geschaffen werden soll, wie bisher analog oder digital zu wählen. Beides gleichzeitig sei nicht möglich, erklärte Lux auf Nachfrage von Marius Munz. Dies würde doppelte Arbeit bedeuten, weil die Wähler bei beiden Wahlarten abgehakt werden müssten. Die Frage von Bürgermeister Oestringer, ob auch digital eine geheime Wahl gewährleistet sei, beantwortete Lux mit einem Ja. Durch die TAN sei gewährleistet, dass jeder nur einmal wählen kann. Dass die Wahl nicht einer bestimmten Person zugeordnet werden kann, sei technisch gewährleistet. Darauf achte man auch bei der Auswahl der digitalen Wahlplattform sehr genau. Eine einmal abgegebene digitale Stimme sei verbindlich und könne nicht widerrufen werden. Das digitale Wahlergebnis werde am Ende des Wahlzeitraums automatisch durch die Plattform ermittelt und durch den Wahlvorstand geprüft.
Der Jugendgemeinderat sprach sich dann einstimmig dafür aus, eine digitale Wahl möglich zu machen. Als nächstes wird nun die dafür nötige Vorlage für den Gemeinderat erarbeitet, der letztlich über die Änderung der Wahlordnung entscheiden muss. Wenn der Gemeinderat zustimmt, soll schon die Wahl im kommenden Jahr digital erfolgen.
Neubau Mensa
Nächstes Thema war der Neubau der Mensa und das Interimsangebot von Mittagessen für die Fünft- und Sechstklässler. Der Gemeinderat habe im September den Baubeschluss für die Mensa gefasst. Im Jugendgemeinderat wolle man heute die Entwurfsplanung vorstellen. Als nächstes folge dann die Ausführungsplanung. „Wir sind gespannt auf eure Meinung“, so Oestringer. Bei der Ausführungsplanung könne auch noch der Input des Jugendgemeinderates einfließen.
Der Leiter des Amtes für Jugend Familie und Senioren, Stefan Fritzsche stellte die Planungen vor. Beim Standort habe es verschiedene Alternativen gegeben, über die diskutiert wurde. Entschieden habe man sich letztlich für das Gelände neben dem Roten Platz auf dem schon das Interimsgebäude der Realschule stand. In der neuen Mensa soll es 200 Sitzplätze geben. Das habe man mit allen beteiligten Schulen abgeklärt. Abgeklärt worden sei mit den Schulen auch, dass in der Mensa bis zu 450 Schüler in zwei Schichten essen können sollen. Wann wer zum Essen geht, hänge von den Unterrichtszeiten ab. Der Rote Platz bleibe auch zukünftig erhalten. Er solle nach Abschluss der Baumaßnahme noch einmal aufgewertet werden. Für die Entwurfsplanung seien auch Themen wie Nachhaltigkeit, klimapositives Gebäude und Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigt worden. An dem Standort neben dem Roten Platz bilde die Mensa später einen Abschluss zum Schulcampus. Anschließend erklärte Fritzsche, wo der Haupteingang liegen wird, dass die Anlieferung über die Straße Beim Brückentor erfolgen soll, und dass der Bau eine Terrasse hat, die gleichzeitig Option für eine Erweiterung ist. Energie werde über eine PV Anlage gewonnen und für den Bau viel Holz verwendet. Die Kosten würden sich auf rund 6,5 Millionen Euro belaufen. Ein Zuschuss sei beantragt worden. Fritzsche erklärte weiter, dass die Grundschulen einen Grundstock von 200 Mittagessen benötigen. Das Mittagessensangebot könne schon jetzt für die Fünft- und Sechstklässler von den Eltern gebucht werden. Seit 25. November gibt es für die fünften und sechsten Klassen ein Interimsangebot für das bisher 30 bis 40 Bestellungen vorliegen. Hier müsse man sehen, wie sich die Nachfrage weiter entwickelt und – wenn nötig – anpassen. Wenn die Mensa steht, könnten, wie bereits erwähnt, bis zu 450 Essen ausgegeben werden. Insgesamt befinde man sich auf einem guten Weg.
Laurin Pitsch hielt fest, dass derzeit das Essen in der Aula der Pestalozzischule ausgegeben werde. Er wollte wissen, was zukünftig mit der Aula passiert. Bürgermeister Oestringer erklärte, dass die Aula keine dauerhafte Lösung sein könne. Man wolle die Aula wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zuführen, zumal die Schulen auch zusätzlichen Raum für Angebote benötigen würden. Derzeit werde die Aula abends schon von Vereinen genutzt, weshalb jedes Mal mit großem Aufwand umgebaut werden müsse. Mit dem Bau der Mensa soll im kommenden Jahr begonnen werden, die Inbetriebnahme ist zum Schuljahr 2027/28 geplant.
Josefine Schulz meinte, ihres Wissens nach werde bei Essen derzeit auch Fleisch angeboten. Sie regte an, in der Mensa den Speiseplan nur vegetarisch oder vegan zu gestalten. Das sei gesünder und zudem werde für die Produktion der Nahrung weniger Energie verbraucht. Fritzsche erklärte, dass sich das Verpflegungskonzept an den Regeln der Deutschen Ernährungsgesellschaft orientiere. Auf dem Speiseplan stehe Fleisch, es gebe aber immer auch eine vegetarische Alternative. Man wolle mit dem Essen die Schüler erst einmal erreichen und dann den Prozess Richtung vegetarische Ernährung gemeinsam starten. Zunächst wolle man sich da an der Nachfrage orientieren.
Schulz meinte, sie könne das nachvollziehen, finde es aber wichtig, fleischloses Essen in den Vordergrund zu stellen und ganz auf Fleisch zu verzichten.
Simon Köhler meinte, er halte das für kontraproduktiv. Aus seiner Sicht macht es mehr Sinn, zu Beginn auch Essen mit Fleisch anzubieten und nach und nach umzustellen. Ziel müsse es sein, dass sich möglichst viele Menschen aus eigenem Willen entscheiden, weniger Fleisch zu essen.
Timon Hasel argumentierte in dies selbe Richtung. Er meinte, er wolle lieber selbst entscheiden, was er isst und was nicht.
Bürgermeister Oestringer dankte für die Diskussion, in der genau das angeklungen sei, was auch im Gemeinderat diskutiert wurde. Es sei wissenschaftlich nachgewiesen, dass vegetarische Ernährung gesünder sei, und dass deren Produktion auch weniger Energie verbrauche. Die Frage sei aber, wie man dahin komme, dass die Menschen weniger Fleisch essen. Im Rathaus gebe es bei Mittagessen auch immer die Alternative mit oder ohne Fleisch. „Ich bin kein Vegetarier, bestelle aber ab und zu auch vegetarisch und finde das Essen dann super. Wenn mir vorgeschrieben würde, was ich essen soll, würde ich anderswo essen“, erklärt er. Man müsse den Menschen das vegetarische Essen schmackhaft machen.
Auf die Frage von Jan Braun, ob es Pläne gebe, die Mensa auch anderweitig zu nutzen erklärte Oestringer dass diese für Veranstaltungen der Schule genutzt werden könne. Man könne aber nicht alle Stühle heraus räumen, weil es kein Stuhllager gibt und als Versammlungsstätte könne sie auch nicht genutzt werden. Der Ausbau als Versammlungsstätte wäre deutlich teurer geworden.
Simon Köhler fragte nach, ob in der Küche auch frisch gekocht werden kann. Dazu erklärte Fritzsche, dass in der Mensa eine Mischküche eingebaut werden könne, in der das Essen aufgewärmt aber auch frisch zubereitet werden kann. Essen, das warm angeliefert wird, wolle man nicht.
Grillplatz an der Ditzinger Straße
Der Zustand Grillplatz an der Ditzinger Straße war von den Jugendgemeinderäten in ihrer letzten Sitzung angesprochen worden verbunden mit der Frage ob man den Platz nicht wieder nutzbar machen kann. Die Stadtverwaltung habe sich überlegt, wie man mit dem Thema umgehen könne, erklärt Bürgermeister Oestringer.
Die Möblierung sei nicht mehr nutzbar, stellte Lux zum aktuellen Zustand fest. Die Tischplatten wurden verbrannt und auch die Grillstelle ist nicht mehr nutzbar. Man habe sich überlegt wie der Platz wieder nutzbar werden könnte und wie er gleichzeitig Vandalismus sicherer gemacht werden kann. Bezüglich der Möblierung wurde vorgeschlagen, Tische und Bänke komplett aus Beton anzuschaffen. Die Grillstelle soll erneuert werden. Ferner wurde vorgeschlagen einen Teil des Gebüschs in Richtung Straße zu entfernen um eine bessere Einsicht zu ermöglichen und so die soziale Kontrolle zu erhöhen. „Wir wollen das Thema im Frühjahr angehen und die Nutzbarkeit wiederherstellen“, so Lux.
Die Kosten für die vorgeschlagene Lösung belaufen sich, wie Bürgermeister Oestringer ergänzte, auf 15.000 bis 20.000 Euro. Mit Blick auf die soziale Kontrolle hielt das Stadtoberhaupt fest, dass hier auch die Frage sei, wie der Platz von den Gerlingern genutzt werde. „Es wäre wichtig, dort auch deutlich zu machen, dass wir den Platz dauerhaft erhalten wollen.“
Marius Munz meinte die vorgeschlagene Lösung sei „cool und auch Vandalismus sicherer“. Eine Schneiße zur Straße zu schlagen ist aus seiner Sicht schwierig. Er regte an zu überlegen, ob es auch eine andere Lösung gäbe.
Bora Örnek meinte, es sei super, dass man den Grillplatz reaktivieren will. Aus seiner Sicht fehlt dort eine Spielmöglichkeit für Familien mit Kindern, die den Platz nutzen möchten oder auch für Jugendliche etwa in Form von Toren.
Noah Motschenbacher fragte ob es nicht sinnvoller wäre, den Bewuchs im Bereich der Zufahrt zu entfernen um den Einblick zu verbessern. Elif Gencbay gab zu bedenken, dass durch die Schneise die Gefahr bestehe, dass Kinder direkt auf die Straße laufen.
Bürgermeister Oestringer erklärte, dass es neben dem Grillplatz an der Ditzinger Straße einen weiteren beim Waldspielplatz gebe, dort seien Spielgeräte vorhanden. Das Thema Schneise schätze er ähnlich ein, man müsse aber auch bedenken, dass wenn es zu kuschelig ist dort Dinge passieren die man nicht möchte. Man müsse deshalb genau überlegen eine Schneise die Sozialkontrolle erhöhe. „Den Platz selbst zu besetzen wäre sicher auch eine Lösung“. In der Nähe des Grillplatzes liege auch das neue Baugebiet Bruhweg II, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken. Das werde sicher auch zu Diskussionen und Konflikten führen. Ferner gab er zu bedenken, dass das Gelände an der Ditzinger Straße von der Stadt nur gepachtet sei.
Timon Hasel meinte, dass es mit Blick auf das Neubaugebiet vielleicht gar nicht schlecht wäre, wenn dort Tore aufgestellt werden. Der Platz würde von den neuen Anwohnern dann vielleicht auch besser angemommen.
Simon Köhler meinte, dass es auch gut wäre Mülleimer aufzustellen, damit der Müll nicht einfach liegen gelassen wird.
Josephine Schulz meinte sie finde Tore nicht so gut und sprach sich für eine Überdachung aus.
Oestringer erwiderte, dass es im Baugebiet Bruhweg auch Grünflächen geben werde auf denen man sich auf kann. Die Idee sei gewesen den Grillplatz zu ertüchtigen und damit wieder zu ermöglichen, dass auch dort wieder gegrillt werden kann. Alles was man mehr mache verursache weitere Kosten. Das Müllthema werde man noch einmal ansprechen. Das Stadtoberhaupt gab aber auch zu bedenken, dass es bei den Grillplätzen im Wald auch keine Müllbehälter gebe. Dort sei es üblich, dass die Nutzer ihren Müll wieder mitnehmen. Man könne das Thema so oder so angehen.
Das Gremium sprach sich schließlich einstimmig dafür aus, den Grillplatz gemäß dem Vorschlag zu ertüchtigen.
*Gerlingen, 14. Mai 2024* – In der Aula der Pestalozzi-Schule fand am 14.05. eine lebhafte Podiumsdiskussion statt, bei der sich Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten den Fragen der Gerlinger Jugendlichen stellten. Organisiert wurde die Veranstaltung von EFEK (Zusammenschluss der Gerlinger Jugendorganisationen: KJG, SJR, JGR, Café Konfus, Jugendhaus), die sich zum Ziel gesetzt hat, die politischen Anliegen und Interessen junger Menschen in den Vordergrund zu stellen. Moderiert wurde der Abend von Josefin Schulz, Sprecherin des Jugendgemeinderates und Tim Kröper, Mitglied im Pfarrleitungsteam der KJG.
Die Diskussion begann mit einer Fragerunde zu den wichtigsten Projekten und Zielen der Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Legislaturperiode. Die Teilnehmenden wurden gefragt, welche drei Projekte ihnen besonders am Herzen liegen. Dabei reichten die Antworten von der Verbesserung der Bildungseinrichtungen über den Ausbau erneuerbarer Energien bis hin zur Förderung des lokalen Sports.
In der zweiten Fragerunde wurde nach Ideen gefragt, wie die Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Gerlingen attraktiver gestaltet werden können. Hier wurden verschiedene Vorschläge gemacht, darunter der Ausbau von Jugendbegegnungsstätten, die Schaffung neuer Sport- und Freizeitflächen und die Organisation von kulturellen Veranstaltungen speziell für Jugendliche.
Ein Höhepunkt der Diskussion war der sogenannte „Fragenhagel“, bei dem die Kandidatinnen und Kandidaten in kurzer Zeit auf eine Vielzahl von Themen eingehen mussten. Hierbei wurden Fragen zu einer autofreien Innenstadt, dem Wahlrecht ab 16, der Begrünung der Stadt und vielen weiteren Aspekten gestellt. Dabei mussten Sie Ihre Zustimmung oder Ablehnung durch das Hochhalten von Karten zeigen.
In der offenen Diskussionsrunde ging es um die Frage, ob trotz der angespannten Haushaltslage weiterhin in wichtige Projekte investiert werden sollte. Hier zeigte sich ein breites Spektrum an Meinungen: Einige plädierten für Sparmaßnahmen, um den Haushalt zu stabilisieren, während andere betonten, dass Investitionen notwendig seien, um langfristig positive Effekte zu erzielen.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Gestaltung der neuen Mensa. Die Jugendlichen interessierte besonders, wie das Konzept aussehen soll und welche Prioritäten bei der Ausgestaltung gesetzt werden. Hier wurden Aspekte wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und soziale Treffpunkte diskutiert.
Der zweite „Fragenhagel“ bot erneut eine schnelle Abfolge von Fragen, diesmal zu Themen wie Investitionen versus Sparen, persönliche Vorlieben wie Berge oder Meer und die Wahl zwischen einem neuen Stadtmuseum oder einem neuen Sportplatz. Man merkte den Kandidatinnen und Kandidaten an, dass es ihnen schwergefallen ist, sich auf eine Auswahlmöglichkeit festzulegen
Gegen Ende der Diskussion hatten die Jugendlichen aus dem Publikum die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen zu stellen. Dabei wurden unter anderem Themen wie der bezahlbare Wohnraum für junge Erwachsene, Sport- und Volleyballplätze und Begrünung von öffentlichen Plätzen angesprochen.
Abschließend hatten die Kandidierenden die Gelegenheit, in einem kurzen Statement zu erklären, warum Jugendliche ihre Liste bei der kommenden Wahl unterstützen sollten. Die Rednerinnen und Redner betonten vor allem ihre Verbundenheit mit den Anliegen der jungen Generation und ihre Bereitschaft, diese aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen.
Mit einem Schlussstatement endete die Veranstaltung, die insgesamt auf großes Interesse und aktive Beteiligung stieß. Die Jugendlichen von Gerlingen zeigten, dass sie politisch engagiert sind und bereit, sich für ihre Belange stark zu machen. Die Politikerinnen und Politiker wiederum bekamen einen klaren Eindruck davon, welche Themen den jungen Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig sind.
Unser Dank geht an die Kandidatinnen und Kandidaten für Teilnahme und Ihr Mitmachen bei den besonderen Formaten.
Abschließend wollen wir an der Stelle noch einmal dazu appellieren von Ihrem Wahlrecht am 09. Juni Gebrauch zu machen und neben der Gemeinderatswahl auch bei der Europawahl, der Wahl für den Kreistag und der Regionalversammlung wählen zu gehen!
Zu Beginn der Sitzung informierte Bürgermeister Dirk Oestringer über die geplante Reise zur französischen Partnerstadt nach Vesoul, an der auch Vertreter des Jugendgemeinderats teilnehmen werden. Marius Munz wird den JGR beim dortigen Umweltfest vertreten.
Jugendgemeinderatssprecherin Josefin Schulz stellte mehrere Anfragen zum aktuellen Stand diverser Themen. Zum angedachten Beach-Volleyballfeld, das ursprünglich 2017 geplant wurde, erklärte Bürgermeister Dirk Oestringer, dass dieses nach der Fertigstellung der Mensa und in Kombination mit dem roten Platz umgesetzt werden solle. Der rote Platz war durch das Interimsgebäude der Realschule teilweise belegt und in Mitleidenschaft gezogen. Der Platz soll nun gesäubert und Instand gesetzt werden und bis zum Beginn der Mensa-Baustelle wieder nutzbar sein. Josefin Schulz erkundigte sich ob bereits auch Tore installiert werden, was die Verwaltung zur Prüfung mitnahm. Zur Anfrage zum Grillplatz an der Ditzinger Straße erwiderte Bürgermeister Dirk Oestringer, dass dieser derzeit in einem schlechten Zustand sei. Hier habe es immer wieder Probleme mit Vandalismus gegeben.
Anschließend wurde Daniel Sartor für seine langjährige Tätigkeit und sein Engagement im Stadtjugendring (SJR) geehrt und verabschiedet. Ab 2014 war er im SJR aktiv, von 2016 bis 2017 Kassier und von 2018 bis 2024 erster Vorsitzender. In dieser Funktion plante und organisierte er Klausurtage und -wochenenden, behielt stets die Finanzen des Vereins im Blick und ermöglichte so auch die Unterstützung anderer Vereine. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für den Neustart des Vereins nach Corona, wodurch der SJR eine bessere Außenwirkung und erhöhte Bekanntheit in der Stadtgesellschaft erlangte. Sartor nahm regelmäßig an Sitzungen des Jugendgemeinderats und des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses teil, um über die Aktivitäten des SJR zu berichten. Zu seinen weiteren Aktionen zählen unter anderem die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl 2019, die 72-Stunden-Aktion des BDKJ, die Mitgestaltung des Gerlinger Musiksommers von 2021 bis 2023, die Organisation des Mitternachtsfußballturniers in 2023 und 2024, sowie die jahrelange Ausrichtung des Mobilen Kinos und die jährliche Teilnahme am Straßenfest. Seit dieser Saison ist der SJR auch an der Bewirtung der Theaterveranstaltungen der Stadt Gerlingen beteiligt, eine Initiative von Sartor zur Schaffung neuer Einnahmequellen und zur Erhöhung der Präsenz in der Stadtgesellschaft. Für seinen großen Einsatz und sein gesellschaftliches Engagement erhielt Daniel Sartor ein Geschenk in Form eines 100-Euro-Gutscheins für den Shop des VfB Stuttgart. Bürgermeister Dirk Oestringer bedankte sich im Namen des Gemeinderats, des Jugendgemeinderats und der Stadtverwaltung und betonte die Bedeutung des Ehrenamts für die Entwicklung der Stadt.
Franka Bauer stellte unter dem nächsten Tagesordnungspunkt die geplanten Aktionen zur Kommunalwahl vor. Diese umfassen Präsentationen in den Klassen am Robert-Bosch-Gymnasium (RBG) und eine Podiumsdiskussion am 14. Mai um 18:30 Uhr in der Aula der Pestalozzi-Schule, zu der Kandidierende von allen Listen eingeladen worden seien. Zudem sollen Kurzvideos mit Jugendlichen und Kandidierenden erstellt werden. Franka Bauer erläuterte zum weiteren Ablauf, der eine Einführungsrunde, Fragenhagel und Abschlussrunde beinhalteten. Andreas Lux, Leiter der Abteilung Jugend, berichtete von Rückmeldungen von sechs der sieben Listen. Josefin Schulz ergänzte, dass zusätzliche Informationen zur Wahl selbst bereitgestellt werden. Bürgermeister Dirk Oestringer regte an, das Video der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) zu posten. Simon Köhler erwähnte, dass dies in die Präsentationen und den Wahl-O-Mat eingeschlossen werden soll. Bürgermeister Dirk Oestringer betonte die Besonderheit der Wahl, da das Wahlrecht neuerdings ab 16 für die Europawahl gilt und das passive Wahlrecht für die Kommunalwahl.
Laurin Pitsch stellte den Antrag des Jugendgemeinderates für den Ersatzbau eines Tartanspielfelds vor. Nach dem Wegfall zweier Tartanspielfelder gebe es erhöhten Bedarf für mehr Freizeitmöglichkeiten. Bürgermeister Dirk Oestringer erwiderte, dass die Stadtverwaltung den Bedarf ebenfalls sieht, und der Gemeinderat unterstütze das Angebot des informellen Sports. Der Beschluss für den Antrag wurde einstimmig gefasst.
Bora Örnek berichtete vom Mitternachtsfußballturnier der Gerlinger Jugendorganisationen (EFEK) vom 04. Mai, das nach 2023 wieder organisiert wurde. Schiedsrichter waren Björn Maier und Bora Örnek, die Turnierleitung hatte Andreas Lux. Insgesamt traten 9 Teams beim Turnier an. Gewinner war das Team „Die Buben“. Josefin Schulz bedankte sich beim SJR für die Zusammenarbeit. Bürgermeister Dirk Oestringer dankte für die Organisation.
Unter Verschiedenes informierte Bürgermeister Dirk Oestringer über die Finalisierung legaler Graffitiwände am Treffpunkt für Jugendliche. Die Erlaubnis könne über das Jugendhaus eingeholt werden. Die Wände am Treffpunkt seien als Pilotprojekt gedacht. Sollte dieses erfolgreich sein, könnten gegebenenfalls weitere Wände hinzukommen. Zudem wurde eine „Stern-Wanderung“ zur KZ-Gedenkstätte Leonberg am darauffolgenden Feiertag Christi Himmelfahrt angekündigt, die vom Bündnis „Gerlingen steht auf! Für Demokratie und Menschenrechte“ unterstützt wurde. Andreas Lux erwähnte abschließend die Möglichkeit, an der Gerlinger Messe vom 19. bis 21. Juli mit einem Stand teilzunehmen. Der JGR und SJR signalisierten grundsätzliche Bereitschaft.
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