Bericht JGR Sitzung 08.07.2026

Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates konte der Erste Beigeordnete Stefan Altenberger neben dem Gremium auch zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates begrüßen. Unter dem Punkt „Bekanntgaben” wies Altenberger die Jugendgemeinderäte zunächst darauf hin, dass das „Stadtradeln“ noch bis 21. Juli stattfindet. Alle seien herzlich eingeladen, mit zu radeln. Außerdem gab er bekannt, dass der Gerlinger Musiksommer am 23. Juli startet.
Ferner teilte der Erste Beigeordnete mit, dass die Rote Telefonzelle auf dem Europaplatz wieder aufgestellt wurde. Die Versicherung habe die Kos ten für den Schaden übernommen. An der Renovierung der Telefonzelle seien viele beteiligt gewesen. „Wir hoffen, dass sie jetzt viele Jahre hält und nicht mehr abgefackelt wird.“
Zur vergangenen Hitzewelle stellte Altenberger fest, dass man froh sei, dass die Hitzeschutzmaßnahmen schon vorher auf den Prüfstand gestellt wurden. Ein sichtbares Zeichen für die Überprüfung seien die Trinkbrunnen, die in der Stadt aufgestellt wurden. Für den Hitzeschutz müsse man auch in die städtischen Gebäude investieren. Natürlich könne da nicht alles auf einmal gemacht werden. Eine Sanierungsstrategie für die Gebäude sei erarbeitet worden, die noch dieses Jahr beschlossen werden soll.

Zum Hitzeschutz stellte Elif Gençbay direkt im Anschluss fest, dass die Oberstufe im Robert-Bosch-Gymnasium (RBG) von der Hitzewelle schwer getroffen worden sei. Für die Oberstufe gege es kein hitzefrei, deshalb habe man bis zum offiziellen Unterrichtsende da bleiben müssen. Man habe aber keinen Unterricht machen können. Im RBG gebe es vier klimatisierte Räume. „Da passt nicht die ganze Oberstufe rein.“ Dass Umbaumaßnahmen nicht so schnell gemacht werden können, sei klar. „Es sollten für die Zukunft aber mindes tens Ventilatoren bereitgestellt werden“, so Gençbay. Altenberger erwiderte, dass man die Hausmeister angewiesen habe, die Fenster zukünftig schon früh morgens zu öffnen, um kühlere Luft ins Gebäude zu lassen. Gut sei, dass es zumindest einige Räume gibt, in denen man sich abkühlen kann. „Wir haben das im Blick“, so Altenberger. Wenn eine Hitzewelle zwei bis drei Tage daure, müsse das machbar sein. Wenn sie länger daure, müsse man schauen, was sonst noch geht.
Magdalena Schwarz wies darauf hin, dass es inzwischen viele Städte und Gemeinden gebe, die eine „Rote Bank” als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen aufgestellt haben. Sie regte an, auch in Gerlingen eine Rote Bank aufzustellen. Der Erste Beigeordnete erklärte, das Landrats amt Ludwigsburg habe auf die Aktion aufmerksam gemacht. Die Roten Bänke würden demnach dort aufgestellt, wo es Gewalt gegen Frauen gegeben hat. In Gerlingen sei aktuell kein solcher Fall bekannt.
Die Leiterin des Amtes für Jugend, Familie und Senioren, Michaela Höhn-Bea erklärte, dass es auch schon einige Städte gebe, die eine Rote Bank aufgestellt haben, wenn es keine Gewalt gegeben hat, um auf das Thema aufmerksam zu machen. In Reutlingen, wo sie zuletzt gearbeitet hatte, sei von jeder Jugendeinrichtung eine Bank gestaltet und dann am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufgestellt worden. Altenberger meinte daraufhin, er könne sich in Gerlingen so eine Aktion auch mit dem Jugendgemeinderat vorstellen.

Beschlüsse aus dem Gemeinderat

Unter dem nächsten Tagesordnungspunkt berichtete Altenberger über aktuelle Beschlüsse des Gemeinderates – zunächst über das Stadtentwicklungskonzept Gerlingen 2030. Aus dem Konzept seien rund 60 Prozent der Ideen bereits umgesetzt worden und 20 weitere Prozent seien in der Umsetzung. Der Jugendgemeinderat habe auch viele gute Anregungen eingebracht wie die Stadtputzete oder die Zertifizierung zur Fair Trade Town, die immer wieder erfolge. „Wir planen das Stadtentwicklungskonzept 2028 fortzuschreiben“, so Altenberger. Der Jugendgemeinderat sei eingeladen, dann auch wieder dabei zu sein und Anregungen einzubringen.
Zum Feuerwehrgerätehaus berichtete der Erste Beigeordnete, dass das in die Jahre gekommen und auch zu klein geworden sei. Man habe geprüft ob eine Sanierung und Erweiterung oder ein Neubau die bessere Lösung für die Zukunft wäre. Bei der Prüfung sei festgestellt worden, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich ist. Der Gemeinderat habe daraufhin einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass das Feuerwehrhaus an einem neuen Standort gebaut werden soll. Der Standort werde noch gesucht.
Zur Fortschreibung es Lärmaktionsplanes erklärte Altenberger den Jugendräten, dass es in Gerlingen zukünftig ruhiger werde, weil es Geschwindigkeitsreduzierungen auf Tempo 40 unter anderem in der Leonberger Straße und auf Tempo 30 zum Beispiel in der Weilimdorfer Straße geben werde. Wenn bestimmte Straßen saniert werden, werde auch ein lärmmindernder Straßenbelag aufgebracht.
Schließlich berichtete Altenberger auch noch kurz über die Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik. Die habe ergeben, dass in Gerlingen die Welt noch in Ordnung ist. In vielen Deliktbereichen sei die Zahl der Straftaten zurückgegangen. Bei Vermögens- und Fälschungsdelikten – auch im Internet – sowie bei den Sachbeschädigungen habe es Zunahmen gegeben. Insbesondere bei den Sachbeschädigungen müsse man aufpassen.

Jubiläum von SJR und Café Konfus

Über das 50-jährige Jubiläum des Stadtjugendrings (SJR) und das 30-jährige Jubiläum des Café Konfus berichtete Lilli Klein. Motto für die Feier sei „80 Jahre Ehrenamt“ gewesen, so Klein. Über 200 Jugendliche hätten bei der dreitägigen Feier geholfen. Los gingen die Feierlichkeiten donnerstags mit einem Abend für ehemalige Vorstandsmitglieder sowie weitere ehemalige Aktive des Café Konfus und des SJR. Freitags gab es eine Afterworkparty mit Live-Musik. „Das war ein schöner Abend“, so Klein. Sonntags fand dann die große Jubiläumsfeier statt, die mit einem Weißwurstfrühstück und einem anschließenden Sektempfang begann. Anschließend habe es Festreden von Bürgermeister Dirk Oestringer und Vertretern des SJR sowie des Café Konfus gegeben. Der Leiter des Stadtarchivs, Klaus Herrmann habe über die Anfänge des SJR berichtet, Nino Niechziol über die 2000 Jahre und David Rometsch über die ak tuelle Zeit und die Zukunft. SJR und Café Konfus seien für die Jubiläen dann auch Geburtstags-Schecks übergeben worden. Zum krönenden Abschluss des Feste habe man schließlich noch gemeinsam das Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste angeschaut.
„Wir können stolz sein, wie gut die Feier organisiert war“, so Altenberger. Stolz könne man auch darauf sein, dass es in Gerlingen schon seit 50 Jahren einen SJR und seit 30 Jahren das Café Konfus gibt. Das hat nicht jede Stadt. „Ich finde den ehrenamtlichen Einsatz der Jugendlichen toll.“

Nachtschwärmen – Angebote für Jugendliche

Unter dem nächsten Tagesordnungspunkt wurde der Vorschlag von Dr. Angela Neuburger-Schäfer (Bündnis 90/Die Grünen) aufgegriffen, ob es nicht möglich sei, bei Veranstaltungen wie dem Nachtschwärmen auch spezielle Angebote für Jugendliche zu machen.
Heike Bischoff vom Stadtmarketingverein „Mein Gerlingen“, der verschiedene Veranstaltungen in Gerlingen organisiert, meinte, dass Nachtschwärmen im Grunde immer den selben Grundcharakter habe. Die Läden seien geöffnet, die Gastronomie sei beteiligt und es würden Bands spielen. Der Verein sei für alle Anregungen offen, natürlich auch für Anregungen des Jugendgemeinderates. Das treffe auf alle Veranstaltungen zu, die der Stadtmarketingverein organisiert. Man könne beispielsweise auch bei der Musik überlegen, was man da macht.
Luca Scherbaum hielt fest, dass der Stadtmarketingverein, doch auch beim Gerlinger Musiksommer beteiligt sei. Er meinte, da könne man doch etwas zum Thema „Gewalt gegen Frauen” machen. Zum Beispiel mit einem Infostand und wenn es so schnell möglich sei, auch schon eine Rote Bank aufzustellen.
Amtsleiterin Michaela Höhn-Bea meinte, sie finde eine solche Aktion gut. Beim Musiksommer eine Bank zu gestalten, sei sicher schwierig. Einen Infostand zu machen, sei sicher gut. Man könne auch schauen, ob es auch andere Veranstaltungen gebe, wo so etwas möglich ist.
Altenberger erklärte, er werde auch den Bauhof ansprechen, ob es möglich ist, bis zum Musiksommer eine Bank vorzubereiten.
Bischoff meinte, der Stadtmarketingverein würde eine solche Aktion unterstützen. Der Musiksommer sei schon sehr durchgeplant. Es gebe aber sicher auch eine andere Gelegenheit dafür. Abschließend bat sie die Jugendgemeinderäte mit Ideen für Veranstaltungen gerne auf den Verein zuzukommen. Außerdem lud sie die Mitglieder des Jugendgemeinderates ein, beim Abendspaziergang am 21. Juli dabei zu sein, bei dem es darum gehe, Demokratie zu erleben. „Man muss sich immer bewusst machen, wie gut es uns mit unserer Demokratie geht“, hielt Altenberger an der Stelle fest.

Unter dem Punkt „Verschiedenes” berichtet Klara Blankenhorn noch kurz über das Dachverbandstreffen der Jugendgemeinderäte im Neuen Schloss. Dort seien einige Mitglieder des Dachverbands verabschiedet worden. Die Stimmung bei dem Treffen sei gut gewesen.
Amtsleiterin Höhn-Bea wies darauf hin, dass der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November sei. Sie meinte, ob das nicht ein guter Tag wäre, um die Idee mit der Roten Bank umzusetzen.


Text: Tommasi

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Bericht JGR Sitzung 08.05.2026

Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates konnte Bürgermeister Dirk Oestringer neben dem Gremium auch zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates begrüßen. Nachdem es unter dem Punkt „Fragen und Anregungen des Jugendgemeinderates“ keine Wortmeldungen gegeben hatte, erteilte Bürgermeister Oestringer Dr. Angela Neuburger-Schäfer das Wort. Sie hielt fest, dass das „Nachtschwärmen“ eine gelungene Veranstaltung gewesen sei, die bei den Bürgern gut ankam. Aufgefallen sei ihr dabei, dass es Angebote für Kinder und Erwachsene gegeben habe, für die Generation dazwischen aber nicht. Der leere Rathausplatz hätte sich ihrer Meinung nach angeboten, etwas entsprechendes anzubieten. „Ich wollte fragen, ob der Jugendgemeinderat sich vorstellen könne, im nächsten Jahr etwas für das Mittelalter anzubieten“, so Neuburger-Schäfer. Man nehme den Vorschlag mit und werde ihn auf die Tagesordnung setzen, dankte das Stadtoberhaupt für den Vorschlag.

Sporstättenkonzeption

Nächster Punkt auf der Tagesordnung war das Sportstättenkonzeption der Stadt Gerlingen. Man sei seit rund einem Jahr dabei, ein Sportstättenkonzept für Gerlingen zu erarbeiten, hielt Bürgermeister Oestringer dazu eingangs fest. Dabei gehe es letztlich darum, Bedarfe sowohl beim organisierten als auch beim informellen Sport zu erfassen und zu schauen, was benötigt wird, um die Bedarfe zu decken, und wo der dafür nötige Platz vorhanden ist. Aktuell habe man zwei Sportbereiche. Zum einen die Breitwiesen und zum zweiten den Platz auf der Höhe beim Vereinszentrum der KSG. „Wir müssen schauen, ob wir zukünftig beide Standorte nutzen oder die Angebote bündeln wollen“, so Oestringer. Letzteres dann natürlich unten im Bereich der Breitwiesen. Erarbeitet werde das Sportstättenkonzept unter Beteiligung der Vereine und auch der Vertreter der Jugend, insbesondere bei der Frage, ob Bolzplätze, ein Beachvolleyballfeld oder eine Boulebahn, etc. benötigt wird. Dazu habe es bereits Workshops gegeben, an denen auch der Jugendgemeinderat beteiligt war.
Da ein Großteil des aktuellen Jugendgemeinderates erst seit der Wahl Ende vergangenen Jahres dabei ist, hat Andreas Lux vom Amt für Jugend, Familie und Senioren die bisherigen Ergebnisse der Sportstättenkonzeption kurz vorgestellt. Gleich zu Beginn hielt Lux fest, dass es dringend benötigte Bedarfe gebe, die etwa auch für den Schulsport von Belang sind und solche, die als „nice to have“ einzustufen sind. Betrachtet worden sind dabei neben den Bedarfen auf des Sportstätten im Freien auch die Bedarfe bei der Hallennutzung. Für die Außenflächen gebe es verschiedene Varianten. Eine Variante beinhaltet unter anderem den Bau eines neuen Kunstrasenfeldes jenseits der Feuerbacher Straße. Auch der Bau von Kleinspielfeldern, von denen eines mit einer Überdachung versehen werden könnte, sind im Gespräch. Diese Flächen könnten dann auch für den informellen Sport genutzt werden. In einer anderen Variante ist angedacht, die Sportflächen in den Breitwiesen und auf der Schillerhöhe weiter zu nutzen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei einer Zentralisierung in den Breitwiesen würde sich beispielsweise die Anbindung an den ÖPNV deutlich verbessern und durch die Bündelung würden sich Perspektiven für die Entwicklungsfähigkeit ergeben. Bei dieser Lösung müsste aber auch Fläche für den neuen Kunstrasen erworben werden. Bei der anderen Lösung käme man ohne Grunderwerb aus,
Im Rahmen der Sitzung wurden verschiedene Varianten für die Umsetzung des Sportstättenkonzepts vorgestellt.die Anbindung an den ÖPNV wäre aber nicht so gut. In beiden Fällen wäre die Frage der Parkplatzsituation zu klären.
In den Workshops sei auch die Frage diskutiert worden, wie die Situation für den informellen Sport verbessert werden kann, hielt Oestringer an der Stelle fest. Teilweise gebe es da durchaus Schnittmengen. Ideen für den informellen Sport sind, wie Lux anschließend ausführte, der Bau eines Fußballkäfigs vor der Realschule, der Bau eines Kleinspielfeldes mit Überdachung, die Einrichtung einer Außenkraftsportanlage oder der Bau eines Beachvolleyballfeldes. Der Jugendgemeinderat sprach sich in der Sitzung mit elf Stimmen für eine Beachvolleyballanlage aus. Fünf Stimmen gab es für die Außenkraft sportanlage. Der Fußballkäfig und das überdachte Kleinspielfeld bekamen keine Stimmen.
Zur Sportstättenkonzeption werde der Gemeinderat noch vor den Sommerferien einen Beschluss fassen, hielt das Stadtoberhaupt ab schließend fest.

Anrufsammeltaxi

Nächster Punkt war ein Sachstandsbericht zum Anrufsammeltaxi, den Mobilitätsmanager Michael Brunsch vorstellte. Das Anruftaxi, das auf eine Initiative des Jugendgemeinderates zurückgeht, ist seit 1998 in Gerlingen unterwegs. Im vergangenen Jahr habe man das Anrufsammeltaxi auf Instagram beworben und darauf die Rückmeldung erhalten, dass dies eine tolle Sache sei, verbunden mit der Frage, ob das Angebot neu ist. Das habe deutlich gemacht, dass das Anrufsammeltaxi eigentlich kaum bekannt ist, so Brunsch. Eine kleine Umfrage in der Sitzung hat dies bestätigt. Brunsch berichtete weiter, dass es bei den Fahrgastzahlen in der Corona-Zeit einen großen Einbruch gegeben hat, der seither nicht wieder aufgeholt werden konnte. Aktuell sei es so, dass es teilweise drei Wochen lang gar keine Nutzer gebe. Die meis ten Fahrten würden vom Personal der Schmieder Klinik bestellt, um von der Höhe zur Endhaltestelle zu kommen. Angefordert werden kann das Anrufsammeltaxi Freitag und Samstag von 21 bis 2 Uhr und Sonntag von 18 bis 23 Uhr. Freitag und Samstag sei eine Nachfrage da, am Sonntag werde es schlecht oder gar nicht genutzt. Die Haltestellen seien entsprechend der Nutzung in den ersten Jahren angepasst worden. Die Fahrt zu einer Wunschadresse in Gerlingen kostet 1,50 Euro pro Person und mit gültiger VVS-Karte 1,30 Euro. Den Differenzbetrag zu den entsprechenden Taxikosten übernehme die Stadt, erläuterte Brunsch. Über das Anrufsammeltaxi gebe es keine Beschwerden, hielt der Verkehrsmanager weiter fest. Partner sei von Beginn an das Taxiunternehmen Luik. Mit diesem On-Demand-Angebot wolle man die Zeiten abdecken, in denen kein ÖPNV da ist, so Brunsch weiter. Das Taxi müsse telefonisch 15 Minuten vor der Fahrt bestellt werden. Wie Brunsch weiter ausführte, wäre es momentan besonders wichtig, die Bekanntheit des Angebots zu erhöhen. Werbung gebe es regelmäßig im Gerlinger Anzeiger und bisher einmal auf Instagram.
Magdalena Schwarz meinte, das Angebot sei sehr gut, vor allem um zu den Wohngebieten auf der Höhe zu kommen. Und das Angebot sei auch sehr günstig.
Julian Fischer meinte, es sei ein Problem, dass die Haltestellen nicht elektronisch angezeigt würden. Zu letzterem erklärte Brunsch, dass man die Haltestellenschilder aktualisieren und dabei auch einen Hinweis anbringen müsse, wie das Anrufsammeltaxi zu erreichen ist.
Seitens der Jugendgemeinderäte wurde weiter angeregt zu prüfen, ob die Taktzeiten der Fahrten verkürzt werden können. Bisher fährt das Taxi On-Demand immer nur zur vollen Stunde. Ein weiterer Vorschlag war, eine zusätzliche Haltestelle bei Schloss Solitude einzurichten. Und zum Thema Werbung kam der Vorschlag, deutlich zu machen, dass die Fahrt nur 1,50 Euro kostet, neben In stagram auch Facebook als Werbeplattform zu nutzen, weil dort auch viele Eltern unterwegs sind und auch direkt in den Schulen mit Flyern zu werben.
Bürgermeister Oestringer dankte den Jugendlichen abschließend für die Anregungen und den guten Austausch.

Ausbildungs- und Studienbörse

Nächster Punkt war ein Austausch über die Ausbildungs- und Studienbörse – die letzte war im Februar diesen Jahres – zu dem Bürgermeister Oestringer auch die Vorsitzende des Stadtmarketingvereins Heike Bischoff begrüßen konnte. Bürgermeis ter Oestringer und die Vorsitzende des Stadtmarketingvereins baten die Jugendgemeinderäte um ein Feed back, wie sie die Messe gefunden haben.
Elif Gencbay berichtete, dass die Schüler im Klassenverband zur Messe gegangen seien. Die Teilnahme sei eher erzwungen gewesen. Hinzu komme, dass ihre Klassenstufe schon im Jahr davor bei der Messe gewesen sei. Und sie bemängelte auch, dass nur wenig interessante Stände für Gymnasiasten vor Ort gewesen seien. Für Realschüler sei die Messe aber interessant gewesen und auf die sollte man ihrer Meinung nach auch stärker den Fokus legen.
Magdalena Schwarz, die am Stand des Jugendgemeinderates aktiv war, hielt fest, dass sich die Halle schnell geleert habe, nachdem die Schulen mit ihrem Rundgang fertig waren. Sie meinte, es wäre wohl besser, die Veranstaltung auf den Vormittag zu legen und eventuell sogar direkt in der Schule durchzuführen.
Lizzy Herrmann stellte fest, dass die Vorträge, die von Firmenvertretern angeboten wurden, schlecht besucht waren. Sie meinte, es würde Sinn machen, dieses Angebot mehr zu bewerben.
Bürgermeister Oestringer erklärte, dass man die Einschätzung teile, dass die Ausstellung nur während der schulpflichtigen Zeit voll gewesen ist und die Vorträge schlecht besucht waren. Man sehe die Börse aber weiterhin als wichtiges Angebot an und suche einen Modus, der dem Aufwand, der dahinter steht, gerecht wird.
Heike Bischoff erinnerte daran, dass die Börse auch schon vormittags gewesen sei. Man habe sie in Absprache mit den Schulen auf den Nachmittag verlegt. Nun habe man feststellen müssen, dass der Nachmittag bei den Schülern nicht so gut ankommt. Für das kommende Jahr überlege man, die Messe auf den Herbst zu verlegen, ergänzte das Stadtoberhaupt. Möglicherweise könne man auch am Konzept noch etwas verändern und Formate anbieten, die die Schüler interessieren. Beispielsweise könne ein Arzt über sein Studium und den Berufsalltag berichten und anschließend Fragen beantworten. Dasselbe könne man auch mit Handwerksberufen machen.
Elif Gencbay fand die Idee gut. Viele könnten sich unter manchen Berufen gar nichts vorstellen. Sie schlug vor, die Schüler doch vorher zu fragen, welche Berufe sie interessieren würden.
Jannik Munz meinte, dass die Stände, an denen man etwas Praktisches
machen konnte, gut angekommen seien. Das könne man auch ausbauen.
Bischoff hielt fest, dass man die Börse ins Leben gerufen habe, dass sich Gerlinger Firmen vorstellen können. Allerdings sei es immer schwierig, Aussteller zu finden. Tatsächlich hätten eher größere Firmen die Kapazität, Leute für so eine Veranstaltung abzustellen. Sie lud den Jugendgemeinderat ein, bei einem nächsten Treffen des Stadtmarketingvereins zur Ausbildungs- und Studienbörse dabei zu sein.

Jugendkonferenz am RBG

Nächster Punkt war die Jugendkonferenz am Robert-Bosch-Gymnasium (RBG). Jannik Munz berichtete, dass die Veranstaltung, bei der es auch um große gesellschaftspolitische Themen wie KI oder Sicherheit und Frieden ging, sehr gut angekommen sei. Eine Idee der Jugendkonferenz sei gewesen, die Politik näher an die Jugend heranzubringen. Tatsächlich seien solche Veranstaltungen, bei denen Jugendliche auch gehört werden, sehr wichtig.

Mitternachtsfußballturnier

Luca Scherbaum berichtete schließlich noch kurz über das Mitternachtsfußballturnier, an dem auch ein Team aus Mitgliedern der Stadtverwaltung und des Gemeinderates teilgenommen hat. Organisiert worden ist das Turnier von EFEK – dem Zusammenschluss aus Café Konfus, Stadtju gend ring, Katholischer Jugend Gerlingen, Jugendgemeinderat und Jugendhaus B15. Insgesamt zwölf Teams waren dabei. Sieger wurde Joga Vai vor dem Team „Die Lohmänner“ und dem JFC Gerlingen 06. Die Stimmung in der Halle sei die ganze Zeit gut gewesen, so Scherbaum. 2027 werde es wieder ein Mitternachtsfußballturnier geben.

Verschiedenes

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ fragte Bürgermeister Oestringer, ob man bei den Hygieneartikelspendern noch nachjustieren müsse.
Elif Gencbay meine, dass das Angebot gut angenommen werde. Ihr sei aufgefallen, dass die Spender ständig leer seien und habe den Hausmeister darauf aufmerksam gemacht. Dem Hausmeister sei nicht bewusst gewesen, dass er sie auffüllen muss. Inzwischen klappe das aber. „Ich denke es läuft aktuell gut.“
Lizzy Herrmann fragte nach warum es in den Toiletten im Robert-Bosch-Gymnasium keine Papierhandtücher mehr gebe. Die Handtrockner seien unangenehm. „Wir hätten gerne wieder Papierhand tücher.“


Text: Tommasi

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10. Mitternachtsturnier in Gerlingen – Joga Vai holt sich den Titel

Gerlingen – Bis fast zwei Uhr morgens brannte in der Brückentorhalle das Licht. Am 2. Mai 2026 fand das 10. Mitternachtsturnier statt, organisiert von EFEK – dem Zusammenschluss aus Café Konfus, Stadtjugendring, Katholischer Jugend Gerlingen, Jugendgemeinderat und Jugendhaus B15. Zwölf Teams, alle unter 27 Jahren, 38 Spiele, ein Sieger.

Die Stimmung in der Halle war von Anfang an gut – Zuschauer, Spieler und Ehrenamtliche zusammen auf engem Raum, und das bis tief in die Nacht. Die Ehrenamtlichen von EFEK hatten alles im Griff: Spielplan, Schiedsrichter, Betreuung. Ohne ihren Einsatz wäre ein solcher Abend schlicht nicht machbar.

Schön zu sehen war, dass auch die Stadt Gerlingen mit einem eigenen Team am Start war – genauso wie der Verein Aussichtsreich. Dass sich beide auf das Turnier eingelassen haben, hat dem Abend gut getan.

Sportlich dominierten in der Gruppenphase der JFC Gerlingen 06 und Joga Vai ihre jeweiligen Gruppen. Im Halbfinale traf Joga Vai auf Die Buben und setzte sich mit 5:3 durch. Das andere Halbfinale zwischen JFC und Die Lohmänner endete 1:2 – der Gruppenprimus war raus. Solche Abende hat der Fußball eben auch.

Im Finale lieferten Joga Vai und Die Lohmänner ein enges Spiel – 4:3 am Ende, Turniersieg für Joga Vai. Den dritten Platz holten sich Die Buben mit einem 5:3 gegen den JFC.

Wer dabei war, weiß: Es braucht nicht viel – eine Halle, ein paar Teams und Leute, die sich drum kümmern. Das Mitternachtsturnier lebt genau davon. Nach einer Pause hat es sich zurückgemeldet – und der Abend hat gezeigt, dass die Lust auf eine Fortsetzung da ist. EFEK geht jedenfalls gerne wieder in die Planung. Ein Datum für 2027 steht noch nicht fest, aber das Turnier soll wiederkommen.

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Weltfrauentag in Gerlingen

Der Internationaler Frauentag wurde dieses Jahr auch in Gerlingen sichtbar gefeiert. Auf dem Europaplatz Gerlingen fand eine Veranstaltung statt, bei der sich viele Menschen versammelt haben, um auf die Bedeutung von Gleichberechtigung und die Situation von Frauen aufmerksam zu machen.

Auch der Jugendgemeinderat (JGR) war vor Ort vertreten und hat die Aktion unterstützt. Gemeinsam mit vielen engagierten Menschen wurde ein Zeichen für Gleichstellung und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Viele Besucherinnen und Besucher kamen auf den Europaplatz, informierten sich, tauschten sich aus und beteiligten sich an den Gesprächen.

Ein großes Dankeschön gilt allen, die gekommen sind, mitgeholfen haben oder die Veranstaltung unterstützt haben. Gemeinsam wurde der Internationale Frauentag in Gerlingen zu einem wichtigen und sichtbaren Zeichen für Gleichberechtigung.

Für den Jugendgemeinderat Luca & Mia

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Bericht JGR-Sitzung 11.02.2026

JGR bringt neue Projekte auf den Weg – Austausch mit Gemeinderat und Jugendorganisationen

Nach dem Seminar in Bad Liebenzell präsentierte der Jugendgemeinderat am 11. Februar seine neuen Projektideen.

Zu Beginn der Sitzung wurde unter dem Punkt „Bekanntgaben“ die neue Amtsleiterin des Amtes für Jugend, Familie und Senioren Michaela Höhn-Bea vorgestellt. Der Jugendgemeinderat begrüßte sie herzlich und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Ein zentraler Punkt der Sitzung war anschließend der Rückblick auf das JGR-Seminar in Bad Liebenzell. Das Seminar wurde in Kooperation mit der Akademie für starke Kinder- und Jugendparlamente durchgeführt. Neben Kennenlern- und Planspielen zur Kommunalpolitik stand vor allem die Entwicklung neuer Projekte im Mittelpunkt. Im Rahmen der regulären Sitzung fand ein Austausch mit Mitgliedern des Gemeinderats sowie Vertreterinnen und Vertretern der Gerlinger Jugendorganisationen statt. Diese beteiligten sich bereits zu Beginn im Rahmen eines „Worldcafés“ an der Diskussion der Projektergebnisse.

Besonders positiv aufgenommen wurde die Idee, das Anrufsammeltaxi wieder bekannter zu machen und weiterzuentwickeln. Der Gemeinderat signalisierte breite Unterstützung und regte an, über eine Ausweitung des Angebots sowie verstärkte Werbung, etwa durch Sticker und QR-Codes, nachzudenken.

Auch eine Winter-Dauerkarte für die Eisbahn für Kinder und Jugendliche stieß auf Zustimmung. Hier wird noch geprüft, wie eine missbrauchssichere Lösung (z. B. mit Foto oder Ausweis) aussehen kann.

Für den Sommer plant der JGR ein Open-Air-Kino. Die Umsetzung erscheint realistisch, mögliche Kooperationen – etwa mit der VHS – werden geprüft. Entscheidend sei eine passende Location, da eine solche Veranstaltung stark vom Ambiente lebe. Auch eine Finanzierung über Spenden oder den Verkauf von Speisen und Getränken wird derzeit geprüft.

Zudem möchte der JGR beantragen, die Hallengebühren für Abschlussfeiern von Realschule und Gymnasium zu erlassen. Hier gab es Zustimmung, aber auch Hinweise auf eine faire und ausgewogene Regelung für alle Beteiligten.

Im Rahmen der Sitzung fanden außerdem die Wahlen der Vertreterinnen statt: Sprecherin ist Magdalena. Zu ihrer Stellvertretung wurden Marie und Curt gewählt.

Für den Dachverband der Jugendgemeinderäte vertreten Elif, Lizzy, Mia und Julian den JGR. In den Kultur-, Jugend- und Sportausschuss (KJSA) wurden Jannik, Melek und Sophia gewählt. Für den Ausschuss für Städtepartnerschaft (ASP) übernehmen Nils, Burak und Simon die Vertretung. Im EFEK vertreten Noah und Ecrin den JGR. Als Pressesprecher*innen wurden Klara B., Klara V. und Luca bestimmt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Nachbesprechung der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 05.02.2026 in der Aula der Pestalozzi-Schule. Die Veranstaltung wurde von EFEK, dem Zusammenschluss der Gerlinger Jugendorganisationen, organisiert und richtete sich insbesondere an junge Menschen. Moderiert wurde sie von Magdalena Schwarz, Sprecherin des Jugendgemeinderates, sowie Josefin Schulz von der katholischen Jugend Gerlingen.

In mehreren thematischen Blöcken zu Jugendpolitik, Bildung, Klima und Mobilität sowie Jugendbeteiligung und Demokratie diskutierten die kandidierenden Parteien ihre Positionen. Ziel war es, jungen Menschen einen direkten und verständlichen Einblick in die politischen Standpunkte zur Landtagswahl zu ermöglichen. Im Anschluss bestand bei einem gemeinsamen Pizzaessen die Möglichkeit zum persönlichen Austausch zwischen Publikum und Kandidierenden. Die Veranstaltung wurde insgesamt sehr positiv aufgenommen.

Unter „Verschiedenes“ informierte der Bürgermeister über den aktuellen Stand der Sportstättenkonzeption. Auf Grundlage eines Workshops zu Bedarfen und tatsächlicher Sportnutzung soll eine Gesamtstrategie entwickelt werden, um Sportangebote und -stätten in der Stadt gezielt zu verbessern und Fördermittel zu beantragen.

Die Sitzung endete mit einer sehr positiven Bilanz und breiter Unterstützung für die vorgestellten Projekte.

Abschließend möchte sich der JGR bei allen Jugendorganisationen aus Gerlingen sowie bei den Mitgliedern des Gemeinderats für den konstruktiven Austausch und die wertvollen Rückmeldungen bedanken.

Für den Jugendgemeinderat Luca

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Bericht Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 05.02.26

Am 05. Februar 2026 fand in der Aula der Pestalozzi-Schule in Gerlingen eine von EFEK (Gerlinger Jugendorganisationen) organisierte Podiumsdiskussion zur Landtagswahl statt. Eingeladen waren alle Interessierten, insbesondere junge Menschen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Magdalena Schwarz, Sprecherin des Jugendgemeinderates Gerlingen, sowie Josefin Schulz von der katholischen Jugend Gerlingen.

In mehreren thematischen Blöcken zu Jugendpolitik, Bildung, Klima und Mobilität sowie Jugendbeteiligung und Demokratie diskutierten die kandidierenden Parteien ihre Positionen. Ziel der Veranstaltung war es, jungen Menschen einen direkten und verständlichen Einblick in die politischen Standpunkte zur Landtagswahl zu ermöglichen. Die Diskussionen wurden durch kurze Schnellfragen ergänzt und durch das Moderationsteam klar strukturiert.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fand eine offene Gesprächsrunde statt. In entspannter Atmosphäre kamen die Kandidierenden und das Publikum bei Pizza miteinander ins Gespräch. Diese Phase bot Raum für vertiefende Fragen sowie einen direkten, persönlichen Austausch. Der offene Teil der Veranstaltung wurde von den Anwesenden sehr gut angenommen und trug maßgeblich zum positiven Gesamteindruck des Abends bei.

Luca für den Jugendgemeinderat Gerlingen

Im Auftrag für EFEK (katholische Jugend Gerlingen, Jugendhaus B15, Café Konfus, Stadtjugendring Gerlingen, Jugendgemeinderat Gerlingen, evangelische Jugend Gerlingen)

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Bericht JGR-Sitzung 10.12.2025

In der jüngsten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates stand nach zwei Jahren Amtszeit ein Wechsel an. Die bisherigen Jugendgemeinderäte wurden von Bürgermeister Dirk Oestringer verabschiedet und die Nachfolgenden per Handschlag amtsverpflichtet.
Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates konnte Bürgermeister Dirk Oestringer neben den aktuellen und neuen Jugendgemeinderäten auch viele Vertreter des Gemeinderates begrüßen. „Schön, dass Sie heute dabei sind und diesen besonderen Termin für die Jugendgemeinderäte mit diesen gemeinsam begehen.” Dass es sich um eine besondere Sitzung handelt, war schon daran zu erkennen, dass das Stadtoberhaupt die Amtskette angelegt hatte. „Heute wollen wir die alten Mitglieder verabschieden und nie neuen willkommen heißen”, so Oestringer weitern.
Da es zu den Tagesordnungspunkten „Bekanntgaben”, „Fragen und Anregungen des Jugendgemeinderates bzw. von Jugendlichen” keine Meldungen gab, stand dann gleich die Verabschiedung der bisherigen Jugendgemeinderäte an, die das Stadtoberhaupt zunächst alle noch einmal namentlich nannte. „Sie alle haben den Jugendgemeinderat in den letzten beiden Jahren geprägt und viel erreicht”, so Oestringer. In einem kurzen Rückblick ging das Stadtoberhaupt dann auf die wichtigsten Ereignisse während der zweijährigen Amtszeit – von Dezember 2023 bis Dezember 2025 – ein. Dabei nannte er die Beteiligung des Jugendgemeinderäte an der Kundgebung „Gerlingen steht auf – für Demokratie und Menschenwürde” auf dem Gerlingen Rathausplatz im Februar 2024 mit einer markanten Rede ihrer Sprecherin Josefin Schulz genauso wie die Info-Veranstaltung zur Kommunalwahl sowie die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl im Mai 2024, die Sommerparty oder auch die Entwicklung eines neuen Logos. „Wir haben gemeinsam den Grillplatz eingeweiht und dort auch eine Sitzung abgehalten. Das war schon eine spannende Sache.” Im Juni 2024 habe der Jugendgemeinderat dann sein 30-jähriges Bestehen feiern können. Des Weiteren habe das Gremium zwei Anträge – Bereitstellung von kostenlosen Hygieneartikeln in öffentlichen Toiletten und legale Graffiti-Flächen in Gerlingen auszuweisen – im Gemeinderat eingebracht, die auch von diesem angenommen wurden. Weitere Themen, die Oestringer ansprach, war das Engagement des Gremiums bei Veranstaltung der Stadt. Hier nannte er als Beispiel den Neujahrsempfang. Und das Gremium sei der erste Jugendgemeinderat, der es in die Tagesthemen geschafft habe, nannte Oestringer den Punkt als besonderes Highlight abschließend. „Ihr habt die Zeit gut genutzt und euch für die Stadt und die Jugendlichen in der Stadt eingesetzt“, hielt das Stadt oberhaupt zum Schluss seines kurzen Rückblicks fest und bedankte sich bei allen Mitgliedern des Gremiums mit einem kleinen Präsent und einer Urkunde für ihr Engagement. Stellvertretend für alle verlas Oestringer den Urkundentext für die Sprecherin des Gremiums Josefin Schulz. Ferner bedankte sich das Stadtoberhaupt bei Anja Frohnmaier und Andreas Lux für die Begleitung des Gremiums während der vergangenen zwei Jahre. „Der Jugendgemeinderat ist mit den gleichen Anforderung angelegt wie der Gemeinderat. Die Anforderungen muss man erlernen und dafür braucht es Unterstützung.”
Schulz bedankte sich im Namen des Gremiums mit einem Präsent, einem Erinnerungsfoto und Ingwer-Shot bei Bürgermeister Oestringer, Anja Frohnmaier und Andreas Lux für die Begleitung und Unterstützung in den zwei Jahren. „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Es gab für uns immer ein offenes Ohr und Motivation. Es war eine tolle Zeit.”
Neuer Jugendgemeinderat amtsverpflichtet
Direkt im Anschluss hieß das Stadt oberhaupt die neuen Gremiumsmitglieder herzlich willkommen. Man habe sich schon am Nachmittag in seinem Büro getroffen und die neuen Jugendgemeinderäte hätten auch schon einen Rundgang durch das Rathaus gemacht, um die verschiedenen Ansprechpartner kennenzulernen. Das Stadtoberhaupt gratulierte den neuen Jugendgemeinderäten noch einmal und nannte alle Gewählten namentlich. Es sei die erste digitale Wahl in der Geschichte des Gerlinger Jugendgemeinderates gewesen. Die Wahlbeteiligung habe bei über 33 Prozent gelegen und sich damit zur Vorwahl verbessert. Der rückläufige Trend sei mit der Onlinewahl gestoppt worden. Drei aus dem alten Gremium seien wiedergewählt worden. Stimmenkönigin sei mit 292 Stimmen Lizzy Herrmann.
Zur Amtsverpflichtung verlas Oestringer stellvertretend die Verpflichtungsurkunde von Stimmenkönigin Lizzy Herrmann und verpflichtete dann alle per Handschlag in ihr Amt. Gewählt wurden außer Stimmenkönigin Lizzy Herrmann, Burak Akbal, Klara Blankenhorn, Marie Blankenhorn, Curt Faltin, Julian Fischer, Sophia Fronek, Elif Gencbay, Melek Gencbay, Nils Kürschner, Simon Leiner, Mia-Nora Moor, Noah Motschenbacher, Jannik Munz, Luca Scherbaum, Magdalena Schwarz, Klara Vuici, Ecrin Selen Yagci.
„Ich wünsche Ihnen und uns gutes Gelingen bei den kommenden Projekten und Maßnahmen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.” In dem Zusammenhang wiederholte Oestringer seinen Wunsch an die Mitglieder des Gremiums vom Nachmittag, dass die Jugendgemeinderäte ihre Aufgabe nicht nur in sogenannten Jugendthemen sehen, sondern sich darüber hinaus auch städtischen Themen widme. „Das was der Gemeinderat heute beschließt, betrifft euer Leben in der Zukunft”, so Oestringer. „Ihr habt dafür sehr scharfe Instrumente in der Hand.”
Weiterhin forderte Oestringer die Mitglieder des neuen Gremiums auf, mit Themen, Fragen und Vorschlägen auf ihn und die Mitarbeiter des Rathauses zuzukommen und anzusprechen. Auch die Gemeinderäte seien gerne Ansprechpartner und würden sich über Hinweise freuen. „Seid mutig und erhebt eure Stimmen für Themen in der Zukunft.“
Als letzter Tagesordnungspunkt stand schließlich noch die Bekanntgabe der nächsten Termine auf der Tagesordnung. Der erste offizielle Termin, zu dem auch die Jugendgemeinderäte eingeladen sind, ist der Neujahrsempfang am 18. Januar in der Stadthalle. Vom 30. Januar bis 1. Februar steht das Jugendgemeinderatsseminar in Bad Liebenzell auf dem Programm, am 11. Februar findet ein Treffen mit den Gemeinderäten zum gegenseitigen Austausch über Vorstellungen statt, am 5. Februar veranstaltet EFEK (Zusammenschluss der Gerlinger Jugendorganisationen: KJG, SJR, JGR, Café Konfus, Jugendhaus) eine Veranstaltung zur Landtagswahl. Am 2. Februar findet die Ausbildungsbörse in der Stadthalle statt und am 3. März steht die Sportlerehrung auf dem Programm.


Text/Fotos: Tommasi

Der alte und neue JGR gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Oestringer und weiteren Mitgliedern des Gemeinderates im Sitzungssaal des Rathauses Gerlingen
Der alte und neue JGR gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Oestringer und weiteren Mitgliedern des Gemeinderates

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Bericht JGR-Sitzung 01.10.2025

In der jüngsten Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates standen unter anderem zwei Anträge des Gremiums auf der Tagesordnung, die beide einstimmig verabschiedet wurden.
Zur Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates im Oktober konnte der Erste Beigeordnete Stefan Altenberger neben dem Gremium auch wieder einige Vertreter des Gemeinderates begrüßen. Altenberger hatte die Sitzungsleitung übernommen, weil Bürgermeister Dirk Oestringer bei einem anderen Termin war. Es sei das erste Mal, dass er eine Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderates leite, erklärte Altenberger.
Unter dem Punkt Bekanntgaben teilte der Erste Beigeordnete zunächst einige Termine mit, die in nächster Zeit stattfinden – die lange Einkaufs- und Kulturnacht am 24. Oktober, das 40 jährige Jubiläum der Gerlinger Schwimmhalle am 8. November ab 10 Uhr und Schwimmbad-Disco ab 20 Uhr sowie der Neubürgerabend am 19. November.
Ferner berichtete Altenberger zur Sportstättenkonzeption, dass bei den Vereinen und anderen Nutzern die Bedarfe abgefragt wurden. Nachdem man die Bedarfe nun kenne, schaue man, ob weiterer Platz benötigt werde, und ob beziehungsweise wo es für den Kunstrasen auf der Schillerhöhe einen neuen Sportplatz gibt.

Kostenlose Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten

Fragen und Anregungen aus den Reihen der Anwesenden und seitens der Jugendgemeinderäte gab es keine, so dass Altenberger als nächstes gleich den Antrag des Jugendgemeinderates zur Bereitstellung von kostenlosen Hygieneartikeln auf öffentlichen Toiletten aufrufen konnte.
Elif Gencbay meinte, dass die Bereitstellung von Hygieneartikeln in öffentlichen Toiletten sehr wichtig sei. „Das ist ein Grundbedürfnis für Frauen“, so Gencbay. Es könne jeder Frau passieren, dass sie schnell einmal Hygieneartikel benötigt. Im Robert-Bosch-Gymnasium habe sich die Bereitstellung von Hygieneartikeln in einer 18-monatigen Testphase bewährt.
Amtsleiterin Nina Fänger erklärte, dass sich das Amt für Gebäudemanagement mit der Umsetzung des Antrags beschäftigt habe. Die Testphase im Robert-Bosch-Gymnasium habe gezeigt, dass das Angebot angenommen sehr wertschätzend angenommen werde. Zukünftig werde man neben Binden auch Tampons in verschiedenen Größen anbieten, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Zur Ausgabe der Hygieneartikel würden die Toiletten mit Spender ausgestattet. Aufgefüllt würden die Spender jeweils von den Hausmeistern bzw. städtischem Personal. Für die Bereitstellung empfehle die Verwaltung zunächst die Schwimmhalle, die Stadthalle, die Brückentorhalle, die Sporthalle in den Breitwiesen, die Turnhalle Breitwiesen, das Jugendhaus, die Realschule, das Robert-Bosch-Gymnasium, die Pestalozzi-Schule inkl. Außenstelle Waldschule sowie die Breitwiesenschule. In Abstimmung mit der Schulsozialarbeit sollen in den Grundschulen keine Spender installiert werden, sondern Binden kostenfrei im Sekretariat und im Büro der Schulsozialarbeit hinterlegt werden. „Wenn sich die Bereitstellung der Hygieneartikel an diesen Stellen bewährt, könnten noch weitere öffentliche Gebäude damit ausgestattet werden“, erklärte Fänger.
Altenberger ergänzte, dass man sich darauf verständigt habe, in einem ersten Schritt nicht alle vom Jugendgemeinderat vorgeschlagenen Gebäude mit den Spendern für Hygieneartikeln auszustatten. Nicht dabei seien die Jugendmusikschule, das Rathaus, die Bücherei, das Stadtmuseum und die Volkshochschule.
Aufgestellt werden in insgesamt zwölf Gebäuden 28 Spender für Hygieneartikel. Die Kosten für die Beschaffung und Installation belaufen sich auf 2.500 Euro. Die Bestückung der Spender kostet rund 3.000 Euro.
Altenberger erklärte weiter, dass der Antrag im Finanz-, Verwaltungs- und Sozialausschuss bereits vorberaten und bei drei Enthaltungen befürwortet wurde. Die Chancen, dass der Antrag auch vom Gemeinderat positiv bewertet werde, seien also gut.
Der Jugendgemeinderat votierte einstimmig für den Antrag.

Legale Graffiti-Flächen

Zum zweiten Antrag des Jugendgemeinderates, in Gerlingen legale Graffiti-Flächen bereitzustellen, berichtete der Erste Beigeordnete, dass sich die Verwaltung Gedanken darüber gemacht habe, wo es dafür in Gerlingen geeignete Orte gebe.
Philipp Kaljevic erklärte, dass der Jugendgemeinderat aufgrund der positiven Entwicklung beim Treffpunkt die Ausweisung zusätzlicher legaler Graffiti-Flächen positiv bewerte. Die Flächen dort würden von jungen Künstlern auch viel genutzt. Vorgeschlagen wurde vom Jugendgemeinderat als mögliche Flächen die alte Sporthalle in den Breitwiesen, die Wand am Roten Platz oder die Tiefgarage Rathaus.
Altenberger erklärte, dass man die Nutzung der Flächen beim Treffpunkt ebenfalls positiv sehe. Es habe dieses Jahr zwar auch Schmierereien gegeben, man hoff aber, dass dies durch die Bereitstellung von legalen Flächen besser werde.
Andreas Lux, Abteilungsleiter für den Bereich Jugend im Amt für Jugend, Familie und Senioren, hat die Entwicklung am Treffpunkt fotografisch dokumentiert. Die Kunstwerke dort würden immer wieder schnell übersprüht. Dadurch bekommen der Treffpunkt immer wieder ein neues Gesicht. Legale Flächen für Graffiti seien sehr gewinnbringend.
Die Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement, Nina Fänger erklärte, sie sei mit Lux die vorgeschlagenen Flächen abgegangen. Die alte Turnhalle in den Breitwiesen freizugeben, könne man sich vorstellen. Die Steinmauer am Roten Platz hingegen nicht, weil es sich da um eine Natursteinmauer handle, der nicht gereinigt werden kann. Alternativ schlage die Verwaltung die Wand der Treppe neben dem Jugendhaus vor. Die Tiefgarage Rathaus könne man sich auch nicht vorstellen. Die Tiefgarage sei für den Verkehr da. Auch hier habe man sich eine Alternative überlegt – und zwar die Sitzwürfel am Grillplatz. „Wir
würden gerne wissen, ob diese Vorschläge für euch vorstellbar sind“, so Fänger.
Kaljevic meinte, die Vorschläge seien ein positiver Schritt in die richtige Richtung. Die Sitzwürfel würden keine großen Flächen zum Sprühen bieten und seien deshalb eigentlich irrelevant. Die Halle und die Treppe beim Jugendhaus seien aber eine gute Sache.
Der Jugendgemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.

Jugendgemeinderatswahl

Nächster Punkt war die Jugendgemeinderatswahl. Zum Zeitpunkt der Sitzung konnte man sich noch als Kandidat bzw. Kandidatin melden. Wie der Jugendgemeinderat in seiner Maisitzung beschlossen habe, werde es eine digitale Wahl geben, so Lux. Wenn der Wahlausschuss getagt hat, würden die Wahlunterlagen versendet. Ab 10. November könne dann online gewählt werden. Man könne auch in den Schulen in Wahlkabinen am Tablet wählen, so Lux weiter. In der Realschule am 10. November und im Robert-Bosch-Gymnasium am 12. November. Wenn alles glatt laufe, würden am 16. November die Ergebnisse vorliegen und im Dezember werde dann der neue Jugendgemeinderat amtsverpflichtet.
Der Erste Beigeordnete zeigte sich optimistisch, dass man wieder ein gutes Bewerberfeld zusammenbekommen werde. Die digitale Wahl sei eine spannende Sache. Man müsse schauen, wie sich die Sache entwickelt.

Jubiläum des Jugendgemeinderates

Bezüglich des 30-jährigen Jubiläums des Jugendgemeinderates, das im Juli gefeiert wurde, bedankte sich Timon Hasel bei allen, die da waren und die das Fest unterstützt haben. „Wir hatte alle viel Spaß und hoffen, dass wir auf den Jugendgemeinderat aufmerksam machen konnten.“
Es sei etwas Besonderes, schon so lange einen Jugendgemeinderat zu haben. Es gebe immer noch Städte, die keinen Jugendgemeinderat haben. Toll sei, dass es auch immer wieder Jugendliche gebe, die nach ihrer Zeit im Jugendgemeinderat weiter in der Politik aktiv sind – beispielsweise im Gemeinderat.

Verschiedenes aus dem Jugendgemeinderat.

Unter dem Punkt Verschiedenes wies Lux darauf hin, dass vom Dachverband der Jugendgemeinderäte über den Sommer eine Einführungsmappe konzipiert wurde, die den Einstieg in die Arbeit der Jugendgemeinderäte erleichtern soll. In der Mappe seien auch jeweils Anstecker mit den Logos der Jugendgemeinderäte. „Den von Gerlingen wollen wir euch heute gerne zukommen lassen“, so Lux und verteilte die Anstecker gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten.


Text: Tommasi

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30 Jahre Jugendgemeinderat Jubiläum

Der Gerlinger Jugendgemeinderat (JGR) kann inzwischen schon auf 30 Jahre zurückblicken. Dieser runde Geburtstag wurde mit einem Festakt und anschließender Sommerparty gefeiert. „Der Jugendgemeinderat bedeutet mehr als ein Gremium – er bedeutet Mitspracherecht zu haben, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu spüren“, stellte die Sprecherin des JGR Josefine Schulz eingangs ihrer Begrüßungsrede fest. Zu der Jubiläumsfeier konnte sie Bürgermeister Dirk Oestringer, zahlreiche Gemeinderäte, ehemalige Mitglieder des Jugendgemeinderats, Unterstützerinnen und Unterstützer, die aktuellen Jugendgemeinderäte und den Leiter des Gerlinger Stadtarchivs, Klaus Herrmann, der die Festansprache hielt, begrüßen. „Der Jugendgemeinderat bedeutet mitzugestalten – unsere Stadt, unsere Gegenwart und unsere Zukunft“, so Schulz weiter. Beim Jubiläum wolle man aber auch in die Vergangenheit schauen, denn in den letzten Jahren sei einiges erreicht und durchgeführt worden. Als Beispiele nannte sie den Grillplatz, den Pumptrack, den Treffpunkt für Jugendliche, die Fußballtore am Regenrückhaltebecken, verschiedene Graffiti-Wände, viele Partys und Mitternachtsfußballturniere. In ihrer Rede hielt die Sprecherin weiter fest, dass das Jubiläum nicht nur gefeiert werden könne, weil der aktuelle Jugendgemeinderat engagiert ist, sondern weil es in den letzten 30 Jahren viele Menschen gegeben habe, die dieses Gremium ermöglicht, begleitet und gestärkt haben. An der Stelle dankte Schulz der Gründungsgeneration des Jugendgemeinderates aus dem Jahr 1995, von der neben dem ersten Sprecher Hartwig Maier auch Stefan Blumenstock, Mark Tisch und Beatus Zimmermann anwesend waren. Einen Dank sprach Schulz auch den Mitglieder des Gemeinderates und der Verwaltung aus, die die Jugendbeteiligung seit drei Jahrzehnten ernst nehme und fördern würden, der Betreuung durch das Jugendreferat insbesondere Andreas Lux, allen ehemaligen JGR‑Mitgliedern und allen, die zum Gelingen der Jubiläumsfeier beitragen. Wenn man die Galerie mit den Bildern aus 30 Jahren JGR anschaue, sehe man, dass Jugendbeteiligung vielleicht nicht alles auf einmal verändert, sie verändere aber Haltung, Diskussionen, Perspektiven und manchmal sogar politische Entscheidungen. „Gerade heute, in einer Zeit, in der demokratische Grundwerte immer offener infrage gestellt werden, in der Polarisierung, Desinformation und politische Gleichgültigkeit zunehmen, ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen sichtbar Haltung zeigen”, gab Josefine Schulz ein klares Statement ab. Und weiter: „In den letzten Jahren gab es Podiumsdiskussionen, Kundgebungen und Austausche mit den Parteien und das ist auch sehr wichtig. Aber vor allem in der kommenden Legislaturperiode sollte das weiter passieren können. Politischer Austausch muss gerade jetzt durchgeführt und erweitert werden, damit demokratische Grundwerte stark und sichtbar bleiben und die Stimme der Jungen nicht untergeht. Der Jugendgemeinderat ist dabei kein Symbol, sondern kann ein echtes Instrument politischer Teilhabe sein. Wir lernen, uns einzumischen, zu argumentieren. Verantwortung zu übernehmen. Jugendbeteiligung ist somit keine nette Option, sondern ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Demokratie.“ Den zukünftigen Jugendgemeinderäten wünschte sie, das alles auch in Anspruch zu nehmen und durchzusetzen.

Bürgermeister Dirk Oestringer beglückwünschte die Jugendgemeinderäte eingangs seiner Rede zu dem besonderen Jubiläum. „30 Jahre Jugendgemeinderat, das sind drei Jahrzehnte voller Engagement, Beteiligung und Mitgestaltung.“ 30 Jahre seien eine Generation, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken. Die Jugendgemeinderäte, die in den letzen 30 Jahren im Gremium aktiv waren, hätten alle Verantwortung übernommen und damit gezeigt, dass Demokratie dort beginnt, wo Menschen bereit sind, sich zu engagieren, dort wo Menschen mitmischen wollen und es nicht allen anderen überlassen. Der Jugendgemeinderat ermögliche es den Jugendlichen, sich zu beteiligen und er verdeutliche, dass die Stimme von jungen Menschen in der Stadt zählt. Und die Stimme der jungen Menschen zähle nicht nur, sie sei auch eine echte Bereicherung. „Sie fordert uns in der Verwaltung und im Gemeinderat heraus, bringt in manchen Diskussionen neue und andere Blickwinkel hinein und reflektiert unsere Entscheidungen auf eine ganz andere Art und Weise“, so Oestringer. „Alle Entscheidungen, die getroffen werden, wirken auf uns ein“, so das Stadtoberhaupt. Kommunen seien Orte der Wirklichkeit. Deshalb sei es auch so wichtig, dass man Jugendliche beteiligt. „Jugendthemen sollten von Jugendlichen mitbestimmt werden, denn niemand kennt Eure Bedürfnisse besser als Ihr selbst.“ In Baden-Württemberg habe man das schon früh erkannt und Jugendgemeinderäte gegründet. Die Gründung des Jugendgemeinderates vor 30 Jahren sei für eine Stadt in der Größe Gerlingens schon sehr früh gewesen. Tatsächlich sei Baden-Württemberg nicht nur ein Ehrenamtsland, sondern auch ein Jugendgemeinderatsland, denn in keinem Bundesland gebe es so viele Jugendgemeinderäte. Aktuell seien es über 90. In Zeiten, in denen viele den Eindruck haben, Politik sei weit weg vom Alltag, zeige der Jugendgemeinderat das Gegenteil: Politik kann nah und niederschwellig sein. Die Stadt sei nicht nur Lebensort, sondern auch die unterste Organisationsebene des Staates und sozusagen der direkte Adressat der Wünsche von Jugendlichen. „Mir ist wichtig, dass man Demokratie erlebt solange man jung ist“, so das Stadtoberhaupt. Demokratie müsse gewissermaßen gelernt werden – von klein auf und immer wieder aufs Neue. An den aktuellen politischen Geschehnisse in Deutschland sehe man, dass man sich immer wieder bewusst machen muss, was es bedeutet, in einer Demokratie zu leben und welche Werte mit ihr einhergehen. All das sei für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. Die Möglichkeiten der Jugendgemeinderäte, mitzugestalten und sich zu beteiligen, seien vielfältig Projekte und Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Partys oder auch die Beteiligung am Gerlinger Musiksommer oder am 50‑jährigen Jubiläum nannte das Stadtoberhaupt Beispiele. Zudem sei der Jugendgemeinderat in beratender Funktion im Kultur-, Jugend- und Sportausschuss sowie im Ausschuss für Städtepartnerschaften vertreten, und bringe dort die Perspektive der Jugend ein. Das schärfste Schwert sei, dass der Jugendgemeinderat Rede und Antragsrecht im Gemeinderat hat, auch wenn der Vorsitzende es nicht wolle. Der Gemeinderat müsse über vom Jugendgemeinderat gestellte Anträge beraten. Der Jugendgemeinderat sei damit Teil kommunaler Entscheidungsprozesse und habe damit beispielsweise den Impuls für den Treffpunkt gesetzt, der sich jetzt an der Pumptrack befindet, der auch auf Initiative des Jugendgemeinderates entstanden sei. Und Oestringer nannte auch die aktuell laufenden Anträge zu den Themen Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten und Bereitstellung von Graffiti-Wänden. Und auch die Öffentlichkeitsarbeit des JGR mit Berichten über das aktuelle Geschehen in der Stadt und das Engagement des Gremiums ließ das Stadtoberhaupt nicht unerwähnt. Diese Vielfalt zeige, dass Beteiligung keine Einbahnstraße ist. „Sie lebt vom Dialog, von Offenheit und vom echten Interesse, Dinge gemeinsam zu gestalten.“ Um eine gute Schnittstelle zwischen Jugendlichen und Verwaltung zu ermöglichen, stelle die Stadt auch personelle Ressourcen zur Verfügung in Form der Geschäftsstelle des JGR und der Betreuung bei Wahlen. In dem Zusammenhang nannte Oestringer Andreas Lux, Michaela Höhn‑Bea und Stefan Fritzsche, Alexandra Frei und Anja Frohnmaier sowie Ulrike Hoffmann‑Heer, die den Jugendgemeinderat in den vergangenen drei Jahrzehnten begleitet haben und weiter begleiten. Was in Gerlingen in den vergangenen 30 Jahren Jugendgemeinderat an Projekten, Ideen und Debatten entstanden ist, sei beeindruckend, so Oestringer weiter. Die Gestaltung von Freizeitangeboten wie die Halfpipe bei der Breitwiesenschule oder die Probenräume für Gerlinger Bands nannte er ebenso wie das Anrufsammeltaxi, die Beteiligung an Aktionen gegen Diskriminierung und für Demokratie oder auch die Fahrten in die Partnerstädte Seaham, Tata und Vesoul, bei denen immer Jugendgemeinderäte dabei sind. Für dieses Engagement, die Ideen und die Bereitschaft Verantwortung für die Jugend zu übernehmen, bedankte sich Oestringer auch im Namen des Gemeinderates und der Stadtverwaltung. Einen Dank sprach er den Jugendgemeinderäten auch für ihre Geduld aus, auch dann wenn politische Prozesse einmal länger dauern als gewünscht. Sein Wunsch sei es, den Jugendgemeinderat noch mehr in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Lasst uns gemeinsam weiter an unserem Gerlingen arbeiten und die Zukunft gestalten – für alle Generationen“, schloss Oestringer seine Ausführungen und wünschte allen eine schöne Jubiläumsfeier.

Der erste Sprecher des JGR, Prof. Dr. Hartwig Maier hielt in seinem Grußwort fest, dass es ihm Spaß gemacht habe, Jugendpolitik zu machen. Besonders sei in Gerlingen gewesen, dass der Jugendgemeinderat mit großer Unterstützung seitens der Verwaltung, des Gemeinderates und der Bürger eingeführt wurde. Das sei schon daran zu erkennen, dass der JGR von Anfang an Rede‑ und Antragsrecht sowie eine beratende Stimme im Jugendausschuss hatte. „Das war für uns etwas ganz Besonderes.” Bei Dachverbandstreffen sei der Gerlinger Jugendgemeinderat für diese Möglichkeiten immer beneidet worden. Ein Indiz dafür, dass der Jugendgemeinderat von Anfang an viel Unterstützung erhalten hat, ist für Maier auch der Umstand, dass er zu Veranstaltungen und den Reisen in die Partnerstädte immer eingeladen war. Diese Reisen seien schon damals wichtig gewesen und heute noch mehr. „Uns wurde viel Wertschätzung entgegengebracht und wir wurden immer mit offenen Armen empfangen und mitgenommen.” Schön sei auch, dass es den Grillplatz, der vom ersten Jugendgemeinderat angestoßen wurde, heute immer noch gibt. In dem Zusammenhang erinnerte er sich an die Diskussionen, die es wegen dem Grillplatz gegeben hat und auch daran, dass man den Gemeinderat am Ende überzeugen konnte. „Der Jugendgemeinderat hat demjenigen, der sich einbringen wollte, persönlich und auch der Stadtgesellschaft viel gebracht“, so Maier. Die Tatsache, dass der Jugendgemeinderat immer völlig losgelöst von Parteipolitik war, sei sicher mit ein Grund, warum es ihn immer noch gibt, ist der ehemalige Sprecher überzeugt. Für die Zukunft wünschte er dem aktuellen und allen zukünftigen Jugendgemeinderäten das Beste.

Klaus Herrmann freute sich, dass außer den vier Jugendgemeinderäten der ersten Stunde mit Petra Bischoff und ihm auch zwei Gemeinderäte aus der Zeit, als der Jugendgemeinderat auf dem Weg gebracht wurde, ebenfalls hier seien. Für die heutige Jugendgemeinderäte seien 30 Jahre eine lange Zeit. Bis zur ersten Wahl 1995 sei es ein langer Weg gewesen. 1994 habe die CDU‑Fraktion den Antrag gestellt, einen Jugendgemeinderat für Gerlingen zu installieren. Damals habe es landesweit 18 Jugengemeinderäte gegeben. Bei den ersten Beratungen sei die Zustimmung sehr mäßig gewesen. Der Jugendgemeinderat sollte Abstraktions-, Motivations- und Bildungsfunktion haben. Ein aktiven Gemeinderat habe damals beispielsweise erklärt, dass die Jugendlichen nicht lange durchhalten werden. Man habe dann aber ein Hearing durchgeführt, zu dem 100 Teilnehmende kamen. Danach habe sich der Gemeinderat die Jugendgemeinderäte vor Ort in Gengenbach und Leinfelden angeschaut. Bei weiteren Beratungen sei ins Feld geführt worden, dass man die Gewerbesteuer um vier Punkte erhöhen müsse, um die halbe Stelle für die Betreuung des Jugendgemeinderates zu finanzieren. Als dann aber eine weitere halbe Stelle benötigt wurde, konnte ein Kompromiss gefunden werden. Bei der ersten Wahl hätten dann 48 Jugendliche kandidiert. Die Verkündung des Wahlergebnisses, bei dem über 100 Jugendliche dabei waren, sei unvergessen, so Herrmann. Die für die 18 Sitze Gewählten gab der Bürgermeister bekannt. Bei den Nichtgewählten habe es auch Tränen gegeben. Auch die Wahlbeteiligung sei mit 48 Prozent sensationell gewesen. Das habe auch die letzten Skeptiker überzeugt und von den Jugendlichen sei dann auch keiner ausgefallen, so Herrmann. Bei der zweiten Wahl habe es dann einige Jux‑Kandidaten ohne Bild gegeben. Die seien auch alle nicht gewählt worden. Die Jugendgemeinderatswahl in Gerlingen habe drei Mal eine höhere Wahlbeteiligung gehabt, wie die Gemeinderatswahl in Ludwigsburg, berichtete Herrmann weiter. Insgesamt 229 Personen seien in den bisher 15 Wahlperioden ins Gremium gewählt worden. Von den Jugendgemeinderäten seien einige später auch im Gemeinderat aktiv gewesen oder seien heute noch aktiv. Namentlich waren es Frank Moll, Rebecca Stotz, Dennis Uhl und David Rometsch. Für den Jugendgemeinderat könne man nicht mehr kandidieren, wenn man 19 Jahre alt ist, erläutert Herrmann dazu. Man könne sich dann aber in einer Partei oder an anderer Stelle engagieren. Der Jugendgemeinderat sei manchmal mit seinen Fragen sicher nervig, meinte Herrmann. Alle zwei Jahre seien neue Mitglieder im Gremium, die noch keine Erfahrung hätten. Sehen sie das mit den Augen der neuen Jugendgemeinderäte und nicht mit ihrer Erfahrung aus 15 Jahren, forderte Herrmann die Mitarbeiter der Verwaltung und die Mitglieder des Gemeinderates auf. Den Jugendgemeinderäten gab Herrmann den Rat mit, immer daran zu denken, dass politische Prozesse oft lange dauern. Man brauche da große Geduld. „Erinnert euch später daran, was ihr als Jugendgemeinderäte nicht gut gefunden habt und macht es besser.“ Und Herrmann bat alle daran zu denken, dass es nicht „die“ Meinung der Erwachsenen und auch nicht „die“ Meinung der Jugend gibt. Was der Jugendgemeinderat in den vergangenen 30 Jahren geleistet hat, sei toll, hielt Herrmann abschließend fest. Dafür gebühre allen – den aktuellen wie den ehemaligen Jugendgemeinderäten – ein großes Lob. Die Erwartungen, die man an den Jugendgemeinderat vor 30 Jahren hatte, seien nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen worden.

Nach dem offiziellen Teil gab es eine Tanzeinlage von sechs Tänzerinnen der Lebensart Dance Studios. Für die musikalische Umrahmung des Festaktes hatten „The Lüxe” (Johnny und Alex Lux) gesorgt. Ihnen allen hatte Josefine Schulz schon bei ihrer Begrüßung gedankt ebenso wie dem Free Food‑Verein, der die Gäste des Empfangs kulinarisch verwöhnt hat sowie dem Stadtjugendring für die Bereitstellung der Infrastruktur, der Katholischen Jugend Gerlingen der beim Getränkeverkauf unterstützt hat und allen anderen Helfern. Nach dem Festakt stand dann noch ein Gallery‑Walk durch 30 Jahre Geschichte des Jugendgemeinderates auf dem Programm und später wurde gemeinsam mit allen Gerlinger Jugendlichen eine Sommerparty gefeiert.

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Bericht JGR-Sitzung 07.05.2025

Die Sitzung des Gerlinger Jugendgemeinderats fand im Mai an einem ungewöhnlichen Ort statt. Das Gremium hatte sich beim Grillplatz an der Ditzinger Straße getroffen, um dessen Einweihung nach der Sanierung zu feiern.
Bei bestem Grillwetter begrüßte Bürgermeister Dirk Oestringer die Jugendgemeinderäte am Grillplatz an der Ditzinger Straße zu ihrer Mai-Sitzung. Zu der Sitzung konnte das Stadtoberhaupt auch den Ersten Beigeordneten Stefan Altenberger und zahlreiche Vertreter des Gemeinderates und sowie einige Jugendliche begrüßen. Bevor an der neuen Grillstelle das Einweihungsfeuer angezündet werden konnte, galt es noch einige Tagesordnungspunkte abzuarbeiten.

Bekanntgaben

Unter dem Punkt „Bekanntgaben” stellte sich die neue Leiterin de Jugendhauses, Jana Faßnacht dem Gremium vor. Die 26-Jährige ist auch im Café Konfus und beim Stadtjugendring aktiv.
Unter dem Punkt „Bekanntgaben” berichtete das Stadtoberhaupt ferner, dass die beiden Anträge zu den Themen Graffiti und Hygieneartikel im Gemeinderat eingebracht seien. Sie befinden sich in der Vorbereitung zur Beschlussfassung, die in einer der nächsten Sitzungen stattfinden soll.

Festlegung der Wahlart zur JGR Wahl

Nächster Punkt war die Festlegung der Wahlart für die Jugendgemeinderatswahl in diesem Jahr. Bürgermeister Oestringer erinnerte daran, dass bei Jugendgemeinderatswahlen die Möglichkeit bestehe, diese digital oder in Papierform durchzuführen. Der Jugendgemeinderat müsse einen Beschluss fassen, welche Wahlart bei der Wahl im November genutzt werden soll. Es sei auch in den Folgejahren wichtig, dass man diese Entscheidung bewusst treffe.
Andreas Lux, Abteilungsleiter für den Bereich Jugend im Amt für Jugend, Familie und Senioren, erklärte, dass der Gemeinderat über Beschluss die Möglichkeit geschaffen habe, dass der Jugendgemeinderat sowohl digital als auch klassisch mit Stimmzetteln gewählt werden kann. Welche Wahlart genutzt werde, entscheide jeweils der Jugendgemeinderat. Die Wahl 2025 werde im Zeitraum 8. bis 16. November stattfinden. Man wolle die Wahlart so früh festlegen, damit man sich auch frühzeitig um die nötige Technik kümmern könne, sofern sich das Gremium für eine digitale Wahl entscheide.
Jugendratssprecherin Josefin Schulz meinte, der Jugendrat habe den Antrag für die digitale Wahlmöglichkeit eingebracht und werde sich deshalb sicher auch dafür entscheiden, was von den anwesenden Gremiumsmitgliedern per Handzeichen einstimmig bestätigt wurde.

30-jähriges Jubiläum

Zum 30-jährigen Jubiläum berichtete Schulz, dass der Termin 26. Juli jetzt fix sei. Man habe sich dafür entschieden, das Jubiläum im Rahmen des Gerlinger Musiksommers zu feiern. Da der Stadtjugendring an dem Tag nicht könne, habe man wegen des Getränkeverkaufs die katholische Jugend gefragt und von dort auch schon einige Zusagen bekommen. Weitere Helfer seien willkommen. Zu essen soll es an dem Abend Fingerfood geben. Wegen des Programms habe man mit dem Stadtmuseum Kontakt aufgenommen und man sei auch noch auf der Suche nach einem DJ. In den nächsten Wochen werde man bei den Planungen weiter ins Detail gehen.
Bürgermeister Ostringer meinte, der Juli sei sicher ein guter Termin für das Jubiläum. Ende Juli könne man auf das zum Jubiläum passende Sommerfeeling hoffen.

Mitternachtsfußballturnier

Zum Mitternachtsfußballturnier am 5. April berichtete Bora Örnek, dass alles sehr gut abgelaufen sei. Das Turnier sei mit EFEK Gerlingen, zu dem neben Stadtjugendring Gerlingen, Jugendhaus B15, Jugendcafé Konfus, Katholische Jugend Gerlingen, Evangelische Jugend Gerlingen auch der Jugendgemeinderat gehört, durchgeführt worden. Gewonnen habe am Ende das Team AS Koma.
Beim Turnier dabei waren auch eine Mannschaft des Jugendgemeinderates und ein Stadtteam. Letzteres hat am Ende den achten Platz belegt. „Das Team war hoch motiviert und hatte viel Spaß“, so Bürgermeister Oestringer.

Verschiedenes

Unter dem Punkt „Verschiedenes” teilte das Stadtoberhaupt mit, dass es bereits eine Auftaktveranstaltung zum Sporthallenkonzept gegeben habe bei dem auch der Jugendgemeinderat vertreten war. Die Vertreter des Jugendgemeinderates sind dort zukünftig Marius Munz, Ritsu Yamaguchi und Magdalena Schwarz.
Von der Seaham Reise, bei der auch sechs Jugendgemeinderäte dabei waren, berichtete Elif Gencbay, dass der Besuch in der Partnerstadt viel Spaß gemacht habe und die Gruppe sehr gut betreut war. Auf dem Programm stand der Besuch des Major Balls, aber auch viele weitere Aktivitäten, wie ein Besuch im Jugendhaus oder ein Bummel duch die Stadt. Man habe auch gute Gespräche geführt.
Bürgermeister Oestringer berichtete ebenfalls, dass man sich mit den Freunden in Seaham intensiv ausgetauscht habe. Und er berichtete weiter, dass bei den Kommunalwahlen in England, die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage gewonnen hat. In Seaham seien die vier Sitze im County Council (Bezirksrat) an die Seaham Community Party gegangen – eine Partei die Reform UK zuzuordnen ist. Die Kommunalpolitiker vor Ort hätten in Gesprächen gesagt, dass die Wahlgewinner keinen großen Wert auf die Partnerschaft legen würden. „Wir wollen die Partnerschaft weiterführen – auf jeden Fall die Kontakte zwischen der Zivilgesellschaft“, so das Stadtoberhaupt. Wie die Partnerschaft auf offizieller Seite weitergeführt werden kann, werde sich zeigen.
Vom Dachverbandstreffen der Jugendgemeinderäte, das in Karlsruhe stattgefunden hat, berichtete Raphaela Rieder. Sie berichtete, dass bei dem Treffen verschiedene Themen in Gruppen diskutiert und Ideen für eine neues Leitbild des Dachverbands gesammelt wurde. Am letzten Tag der Mitgliederversammlung sei ein neuer Vorstand gewählt worden.
Zum Treffpunkt für Jugendliche erklärte Andreas Lux, dass es einen Vor-Ort-Termin mit dem Amt für Gebäudemanagement gegeben habe. In der letzten Sitzung hatte das Gremium darüber diskutiert, was beim Treffpunkt fehlt, beziehungsweise verbessert werden kann. Bei dem Vor-Ort-Termin wurden Ideen vorgestellt, die das Amt jetzt prüft, um zu schauen, welche für den Treffpunkt umgesetzt werden können.

Grillplatz eingeweiht

Letzter Punkt auf der Tagesordnung war die Einweihung des Grillplatzes, der in den letzten Wochen instandgesetzt wurde. Im Jugendgemeinderat habe man sich Ende letzten Jahres Gedanken darüber gemacht, wie der Platz gestaltet werden kann, dass man sich dort wieder gerne aufhält, erinnerte Bürgermeister Oestringer. Dass es den Platz gibt, geht auf eine Idee des Gerlinger Jugendgemeinderates zurück. Er war eines der ersten Projekte, des Jugendgemeinderates, Mitte der 1990er Jahre. Wichtig sei den Jugendgemeinderäten gewesen, dass ein Grillplatz entsteht, der von der Innenstadt gut erreichbar ist. 2003 sei der Platz gebaut worden, so Oestringer. Nach 20 Jahren sei es nun an der Zeit gewesen, dass der Platz instandgesetzt wird. Der Platz, der übrigens auf einer von der Stadt gepachteten Fläche steht, war zuletzt sehr heruntergekommen und auch die Grillstelle war zerstört. Im Zuge der Instandsetzung wurde die Grillstelle neu gemacht. Darüber hinaus wurde extra Bänke und Tische aus Beton gegossen. „Jetzt kann der Platz wieder mit Leben gefüllt werden und ich kann euch nur auffordern, den Platz zu nutzen und zu beleben“, so das Stadtoberhaupt. Plätze würden von den Menschen leben, die sie nutzen – im positiven wie im negativen Sinn. Abschließend dankte Bürgermeister Oestringer dem Gemeinderat für die Bereitstellung der Mittel dem Stadtbauamt und dem Baubetriebshof für die Umsetzung.
„Wir freuen uns, dass die Instandsetzung so toll geklappt hat“, erklärte Jugendgemeinderatssprecherin Josefin Schulz. „Der neue Platz sieht toll aus und wir hoffen dass er gut angenommen wird.”
Anschließend wurde bei heißen Würstchen vom Grill und kühlen Getränken gemeinsam die Instandsetzung gefeiert.


Text/Fotos: Tommasi

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